Lyrik Klinge         

        
    
07. Mai
1996
 abgelegt in Infantile Dichtung, Lyrik

Der grauen Fassade verblaßter Verputz,
teilweis’ abbröselnd und behaftet mit Schmutz,
schaut gar zu kärglich drein.

Verstaubte Nischen und knarrende Türen
Kältebezwingung durch stetes Feuerschüren,
bestätigt mir den äußeren Schein.

Zwar sind die modrigen Betten,
holdesame Ruhebetten,
doch versponnene Toiletten,
und darauf könnt’ ich wetten,
sind nicht geplegt seit Tag und Jahr
gleich dem restlichen Mobiliar.

Das Mahl ist akzeptabel, delikatös,
das Dessert, weniger pompös,
und die Atmosphäre in abendlichen Stunden
wird von mir als ergötzlich empfunden.


 
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