| 22. April 2010 | abgelegt in Aufzeichnungen & Notizen, Gedankenschau, Mnemosynes Geleit |
Anfänglich war es nur eine nie abreißende, festverschmiedete Eisenkette von Seminaren und Vorlesungen, in denen -seiner uneingeschränkten Regentschaft bewusst- das nüchtern gesprochene Wort den Sammlungsort akademischer Geister durchwallte, doch wenig Widerhall erfuhr.
Die im Worte verdichteten Bilder, die täglich auf mich einstürmten, waren sie Himmelssteige oder Abgrund mir?
Waren sie Geliebte oder Hure meines Geistes?
Lag es nun an mir, jenen Bildern sprachlicher Hülle mit menschlicher Regung zu füllen, Seele zu verleih’n, durch tät’gen Fleiß dem Reich der Ideen zu entreißen und ihnen ihr angestammtes Recht auf irdische Beheimatung zu gewähren?
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| Schlagwörter: | Bilder, Höhlengleichnis von Platon, irdische Beheimatung, Reich der Ideen, sprachliche Hülle, Studium an der PH Heidelberg, Überführung, Worthülsen |
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