Lyrik Klinge         

        
    
31. Mai
2011
Inklusion   
 abgelegt in Elegien, Gedankenschau

Auch das Stigma muss weichen, das tief in die Hirne gemeißelt,
nicht das freudige Aug’ trübt es des eifernden Geists.
Nicht löscht tradierte Gesinnung jäh der Begeisterung Feuer,
noch zerteilet der Sturm schmähender Blicke die Flamm’.
Seht, wie der hohe Gedanke in Herden einigt die Lämmer,
Niemals zerstreut des Gerüchts geifernden Wolfes die Schar!
Selbst der bloße Wunsch nach Veränderung nur, er beflügelt,
denn des Unmuts Gestreu lähmet den Tatendrang längst.


 
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29. Mai
2011
Redekunst   
 abgelegt in Lyrik, Reimgedichte

Der Staatsmann
schwenkt behänd’ das Themenruder,
lenkt des Pfeiles vorgeschrieb’ner Bahn noch im Flug,
prägt mit Worthagel den Gesinnungsbruder,
kündigt -Heil versprechend- Engelsreden mit Lug.

Gedankenjongleur,
ein Silbendompteur,
Wörterprise lässt das Fade munden,
Satzgeschosse wuchten klaffe Wunden,
Seiten füllendes Wortgestriegel,
Bücher türmende Schwafelhügel.

Unermüdlich wälzet sich das Mühlenrad
immerdar im Geisteswind der Frömmigkeit.


 
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2011
 abgelegt in Lyrik, Reimgedichte

Die Blümlein ist für dich gedacht,
ich hab’s gepflückt ganz fein und sacht,
dir Wonne zu bereiten.


 
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