| 19. April 2008 | abgelegt in Kapitel I. |
Ist denn die Wirklichkeit nicht erdacht,
eine Dichtung unseres Geistes,
die sich in einer Welt der Erscheinungen
aus dem Reiz der Sinne nährt?
Ohne Zweifel ist die Traumwelt erdacht,
die in lebhafter Phantasie erblüht
und dort sich duftend offenbart.
Beide Sphären sind daher gleichen Ursprungs,
dem der Dichtung.
Und wie ein Geschwisterpaar
reichen das Wahre und Traumbild sich treu die Hände,
vereinigen sich wie zwei Flüsse es tun:
Rauschend’ Verlangen:
Mit strömendem Eifer hinstrebend
und einend still sich ergeben
sodann ins unendliche Meer.
Traumwelt ist daher Wirklichkeit.
Greife nach ihr!
Und sei gewiss:
Sie empfängt dich.
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| Schlagwörter: | Kapitel I., Mnemosynes Geleit, Traum, Traumwelt, Trost, Wirklichkeit |
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