Lyrik Klinge         

        
    
25. Februar
2012
 abgelegt in Aufzeichnungen & Notizen  \  Diverses  \  Esperanto

Und die Gebilde des Traums nahten sich mir:

So sollte es eigentlich sein!
Ohne Ironie: Wissen hat etwas mit Dynamik, innerer und äußerer Bewegung zu tun, nicht mit fixiertem Tonerstaub auf Papierseiten, mit Binärcode in einer PDF-Datei.

Ich plädiere für Sinngebärden zur Darstellung des Alphabets des menschlichen Geistes (frei nach Leibniz).
Vokale repräsentieren die 5 Elemente und werden durch Farbtöne dargestellt.
Konsonanten finden eine sinnliche Wahrnehmung durch die Sinneskanäle, die durch die Schachfiguren auf einer Matrix (10×10-feldergroßer mnemotechnischer Raum) aufgestellt werden.
Somit lassen sich auf einem Schachbrett -ähnlich wie in GO- Stellungen “lesen”, die (Sinn-)Wörter ergeben, in denen die betreffenden Vokale und Konsonanten auftreten.

Die gewählte Sprache sollte Esperanto sein, da eine neutrale Internationalität gewährleistet ist und die Phonem-Graphem-Korrespondenz ausnahmelos eingehalten wird.
Die Exotik des Sprachklanges von Esperanto verleiht den Wörter indessen noch eine zusätzliche “Orakelsprache”.


 
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05. Februar
2012
 abgelegt in Diverses  \  Esperanto


La eta princo-Der kleine Prinz
Esperanto-Deutsch

 

Ho, eta princo,
mi ekkomprenis tiele,
iom-post-iome,
vian melankolian vivon…

Dum longa tempo
vi havis kiel distraĵon nur
la mildecon de sunsubiroj.

Tiun ĉi novan detalon
mi eksciis la kvaran tagon matene,
kiam vi diris al mi:
“Al mi multe plaĉas sunsubiroj.
Ni iru
vidi sunsubirojn!…”
“Sed necesas atendi.”
“Kion atendi?”
“Ke la suno subiru.”
Unue vi ŝajnis tre surprizita,
sed poste ridis pri vi mem.
Kaj vi diris al mi:
“Mi ĉiam pensas kvazaŭ
mi estus hejme!”

Efektive.
Kiam tagmezas
en Usono,
la suno – ĉiuj scias tion -
subiras super Francio.

Por ĉeesti
la sunsubiron sufixus,
ke oni povu en
unu minuto atingi Francion.

Bedaŭrinde,
Francio estas multe tro malproksima.
Sed via tiel eta planedo
nur sufiĉis,
ke vi tiru vian seĝon
je kelkaj paŝoj.
Kaj vi rigardis krepuskon
tiel ofte kiel vi deziris…

“Unu tagon
mi vidis la sunon subiri
kvardek tri fojojn!”

Kaj iom pli poste vi aldonis:
“Vi scias…
se oni estas malgaja,
oni amas sunsubirojn…”
“Do, ĉu en la kvardek-tri-foja tago
vi estis tiom malĝoja?”

Sed la eta princo ne respondis.

Ach, kleiner Prinz,
ich habe verstanden, so
nach und nach,
dein schwermütiges Leben…

Lange Zeit
hattest du als Zerstreuung nur
die Lieblichkeit der Sonnenuntergänge.

Diese neue Einzelheit (Detail)
verstand ich am vierten Tag morgens,
als du mir sagtest:
“Mir (sehr) gefallen Sonnenuntergänge.
Lass uns gehen,
Sonnenuntergänge anzuschauen…”
“Aber es ist nötig, noch zu warten.”
“Worauf warten?”
“Dass die Sonne untergeht.”
Zuerst schienst du sehr überrascht,
aber dann lachtest du über dich selbst.
Und du sagtest zu mir:
“Ich immer denke sozusagen,
ich sei zu Hause!”

In der Tat.
Wenn es Mittag ist
in den Vereinigten Staaten
die Sonne – wie jeder weiß -
geht über Frankreich unter.

Um dort
einem Sonnenuntergang beizuwohnen,
müsste man (können) in
einer Minute Frankreich erreichen.

Unglücklicherweise,
ist Frankreich viel zu weit weg.
Aber auf deinem so kleinen Planeten
genügte es lediglich,
dass du deinen Sessel weiterdrehst
um einige Schritte.
Und du schautest die Dämmerung
so oft du es dir wünschtest…

“An einem Tag
habe ich die Sonne untergehen sehen
dreiundvierzigmal”

Und ein wenig später fügtest du hinzu:
“Du weißt…
wenn man traurig ist,
liebt man die Sonnenuntergänge…”
“Am Tag mit den dreiunvierzigmal
warst du besonders traurig?”

Aber der kleine Prinz antwortete nicht.

 

AutorAntoine de Saint-Exupéry
ÜbersetzungPierre Delaire
BereitstellungTarkuax


 
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13. November
2011
La espero   
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Die Hymne der Esperanto-Bewegung

La espero-Die Hoffnung
Esperanto-Deutsch

 

En la mondon venis nova sento,
tra la mondo iras forta voko;
Per flugiloj de facila vento
nun de loko flugu ĝi al loko.
Ne al glavo sangon soifanta
ĝi la homan tiras familion;
Al la mond’ eterne militanta
ĝi promesas sanktan harmonion.
 
Sub la sankta signo de l’ espero
kolektiĝas pacaj batalantoj,
Kaj rapide kreskas la afero
per laboro de la esperantoj.
Forte staras muroj de miljaroj
inter la popoloj dividitaj;
Sed dissaltos la obstinaj baroj,
 
per la sankta amo disbatitaj.
 
Sur neŭtrala lingva fundamento,
komprenante unu la alian,
La popoloj faros en konsento
unu grandan rondon familian.
Nia diligenta kolegaro
en laboro paca ne laciĝos,
Ĝis la bela sonĝo de l’ homaro
por eterna ben’ efektiviĝos.
In die Welt kam ein neues Gefühl,
durch die Welt geht ein starker Ruf;
Mit Flügeln leichten Windes
fliege er nun von Ort zu Ort.
Nicht zum blutdürstenden Schwert
zieht er die menschliche Familie;
Der ewig kriegführenden Welt
verspricht er heilige Harmonie.
 
Unter dem heiligen Zeichen der Hoffnung
sammeln sich friedliche Kämpfer,
Und schnell wächst die Sache
durch die Arbeit der Hoffenden.
Stark stehen Mauern von Jahrtausenden
zwischen den getrennten Völkern;
Aber die widerspenstigen Schranken werden zerspringen,
durch die heilige Liebe zerschlagen.
 
Auf neutralem sprachlichen Fundament,
eines das andere verstehend,
Werden die Völker einvernehmlich
eine große Familienrunde bilden.
Unsere fleißige Kollegenschaft
wird in friedlicher Arbeit nicht ermüden,
Bis der schöne Traum der Menschheit
sich zu ewigem Segen erfüllt.


 
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