| 30. April 2012 | abgelegt in 14 → Stilpluralismus \ Hesse, Hermann |
Ich bin der Hirsch und du das Reh,
Der Vogel du und ich der Baum,
Die Sonne du und ich der Schnee,
Du bist der Tag und ich der Traum.
Nachts aus meinem schlafenden Mund
Fliegt ein Goldvogel zu dir,
Hell ist seine Stimme, sein Flügel bunt,
Der singt dir das Lied voll der Liebe,
Der singt dir das Lied von mir.
| Textdichter | Hermann Hesse | |
| Rezitation | Ben Becker | |
| Bereitstellung | 59Berger |
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| Schlagwörter: | Baum, fliegen, Flügel, Gedicht, Goldvogel, hell, Hermann Hesse, Hirsch, Hörbeispiel, Lesung, Liebe, Liebesgedicht, Liebeslied, Lied, Mund, Reh, Rezitation: Ben Becker, schlafend, Schnee, singen, Sonne, Stimme, Tag, Traum, Vertonung, Vögel |
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| 21. Januar 2012 | abgelegt in 14 → Stilpluralismus \ Hesse, Hermann |
Vom Baum des Lebens fällt
Mir Blatt um Blatt,
O taumelbunte Welt,
Wie machst du satt,
Wie machst du satt und müd,
Wie machst du trunken!
Was heut noch glüht,
Ist bald versunken.
Bald klirrt der Wind
Über mein braunes Grab,
Über das kleine Kind
Beugt sich die Mutter herab.
Ihre Augen will ich wiedersehn,
Ihr Blick ist mein Stern,
Alles andre mag gehn und verwehn,
Alles stirbt, alles stirbt gern.
Nur die ewige Mutter bleibt,
Von der wir kamen,
Ihr spielender Finger schreibt
In die flüchtige Luft unsre Namen.
| Textdichter | Hermann Hesse | |
| Rezitation | Hermann Hesse | |
| Bereitstellung | wortlover |
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| Schlagwörter: | Augen, Baum des Lebens, Blatt, Blick, braun, glüht, Grab, Hermann Hesse, heut, Kind, Luft, müd, Mutter, Namen, satt, spielende Finger, Sterben, Stern, stirbt, taumelbunt, trunken, Vergänglichkeit, versunken, verwehen, verwehn, Welt |
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| 03. November 2011 | abgelegt in 14 → Stilpluralismus \ Hesse, Hermann |
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.
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| Schlagwörter: | Autorenrezitation, Baum, Busch, Dunkel, Freunden, im Nebel, jeder ist allein, Leben, leise, Licht, Rezitation Hermann Hesse, seltsam, sichtbar, Stein, trennt, Trennung, unentrinnbar, wahrlich, wandern, Wanderung, Weise, Welt |
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