| 02. April 2012 | abgelegt in 09 → Romantik \ Müller, Wilhelm |
Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh’ -
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit:
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such ich des Wildes Tritt.
Was soll ich länger weilen,
Daß man mich trieb’ hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus!
Die Liebe liebt das Wandern,
Gott hat sie so gemacht -
Von einem zu dem andern -
Fein Liebchen, gute Nacht!
Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad um deine Ruh,
Sollst meinen Tritt nicht hören -
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab ich gedacht.
| Textdichter | Wilhelm Müller | |
| Rezitation | Jürgen Hentsch | |
| Bereitstellung | wortlover |
| ähnliche Beiträge: | |
| Schlagwörter: | Auszug, Bilder: Anna Ancher, Blumenstrauß, Dunkelheit, fremd, gedacht, Gefährte, gute Nacht, Haus, HERR, Hund, Liebchen, Liebe, Mädchen, Mai, Matten, Mond, Mutter, Nacht, Reise, Rezitation Jürgen Hentsch, Ruhe, Schatten, Schnee, Spuren, Tor, Traum, Tritt, Trübe, Türe, wandern, Weg, Welt, Wiesen, wild, wilde Tiere, Wilhelm Müller, Zeit |
| Leserschaft: | keine Kommentare |
| 30. Januar 2012 | abgelegt in 09 → Romantik \ Klassik & Anderes \ Müller, Wilhelm \ Musik \ Schubert, Franz |
Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort.
Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst du deine Ruh!
Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör ich´s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!
Schubertsche Vertonung von Friedrich Silcher
| Textdichter | Wilhelm Müller | |
| Rezitation | Jürgen Hentsch | |
| Bereitstellung | wortlover |
| ähnliche Beiträge: | |
| Schlagwörter: | Angesciht, Augen, Brunnen, Der Lindenbaum, Dunkel, Franz Schubert, Freud und Leid, Friedrich Silcher, Geselle, Hut, kalte Wiesen, Kopf, liebe Wort, Ort, Rauschen, Rezitation Jürgen Hentsch, riefen, Rinde, Ruhe finden, Schatten, Stunde, süßer Traum, tiefe Nacht, Tor, Traum, träumen, Vertonung, wandern, wenden, Wilhelm Müller, zurufen, Zweige |
| Leserschaft: | keine Kommentare |
| 13. Februar 2008 | abgelegt in 09 → Romantik \ Klassik & Anderes \ Müller, Wilhelm \ Musik \ Schubert, Franz |
Back to the (language) roots, back to the nature …
Auch wenn Franz Schubert ein Österreicher war, so hätte ich für Fritz Wunderlich mit »Die schöne Müllerin« gestimmt.
Die schöne Müllerin
ein Liederzyklus für Singstimme und Klavier
von Franz Schubert
gesungen von Fritz Wunderlich
entrichtend Lob und Dank
an PythiasBest

[...]
Ich hört’ ein Bächlein rauschen
Wohl aus dem Felsenquell,
Hinab zum Tale rauschen
So frisch und wunderhell.
Ich weiß nicht, wie mir wurde,
Nicht, wer den Rat mir gab,
Ich mußte auch hinunter
Mit meinem Wanderstab.
Hinunter und immer weiter
Und immer dem Bache nach,
Und immer frischer rauschte
Und immer heller der Bach.
Ist das denn meine Straße?
O Bächlein, sprich, wohin?
Du hast mit deinem Rauschen
Mir ganz berauscht den Sinn.
Was sag ich denn vom Rauschen?
Das kann kein Rauschen sein:
Es singen wohl die Nixen
Tief unten ihren Reihn
Laß singen, Gesell, laß rauschen
Und wandre fröhlich nach!
Es gehn ja Mühlenräder
In jedem klaren Bach.
[...]
| ähnliche Beiträge: | |
| Schlagwörter: | Bach, Bächlein, back to the nature, back to the roots, berauscht, D. 795, die schöne Müllerin, Eurovision, Felsenquell, Franz Schubert, frisch, Fritz Wunderlich, Gesang, Gesell, hell, klar, Liederzyklus, Mühlenräder, Nixen, op. 25, PythiasBest, Rhein, Sinn, Straße, Tal, Tat, Vertonung, Videos, Wanderstab, Wilhelm Müller, wunderhell |
| Leserschaft: | keine Kommentare |