| 29. April 2011 | abgelegt in Das Auge \ Der Fuß \ Der Oberschenkel \ Der Unterschenkel \ Die Stirn \ Eros' Gefilde |
Ich weile auf der Erde Grund.
Doch du indes, siegreiches Weib,
strebst himmelan wie der Koloss von Rhodos,
ätherstürmender Bau jener Hafenstadt,
durch die der Schiffer von stürmischer See
zu ruhigem Hafengewässer gelanget.
Alles liegt ausgebreitet vor dir
wie der Könige purpurne Teppich.
Du blickest gen Ost, wo die Sonne dein Antlitz bräunt,
schauest gen Nord, keines Sturm Ungemach dich bedränget,
erspähest gen West nur beschauliches Treiben silberner Wellen,
und gen Süd erfreuest heiterer Winde dich.
Gewiss ist dir die lächelnde Wange,
kein Gram furchet die hohe Stirn dir.
Herrsche wohl,
denn durch deine Schenkel
drängt die bezähmte Schifffahrt,
strömet der Weltmarkt.
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