Lyrik Klinge         

        
    
22. April
2010
Widerhall   
 abgelegt in Aufzeichnungen & Notizen, Gedankenschau, Mnemosynes Geleit

Anfänglich war es nur eine nie abreißende, festverschmiedete Eisenkette von Seminaren und Vorlesungen, in denen -seiner uneingeschränkten Regentschaft bewusst- das nüchtern gesprochene Wort den Sammlungsort akademischer Geister durchwallte, doch wenig Widerhall erfuhr.

Die im Worte verdichteten Bilder, die täglich auf mich einstürmten, waren sie Himmelssteige oder Abgrund mir?
Waren sie Geliebte oder Hure meines Geistes?

Lag es nun an mir, jenen Bildern sprachlicher Hülle mit menschlicher Regung zu füllen, Seele zu verleih’n, durch tät’gen Fleiß dem Reich der Ideen zu entreißen und ihnen ihr angestammtes Recht auf irdische Beheimatung zu gewähren?


 
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