| 9 Oktober 2026 | |
1.) AI-Voice mit orchestraler Begleitung (als Klassik-Fan)
2.) meiner eigenen menschlichen Stimme (als Freund des gesprochenen, authentischen Worts)
3.) dem Hochladen meiner eigenen Stimme als mp3 auf suno.ai, um die Tonalität meiner Stimme abzugreifen
| 6 Oktober 2026 | |
Text: 100% von mir
Musikalische Umsetzung: 100% von Suno
Hier geht es zum ganzen Gedicht:
————————-
Was birgt der Genien Geisterreich,
was wirkt der Parzen Fingerstreich
am sausend Webgestühl der Schicksalsgöttin Tyche?
Was bürgt des Zwirnes wirrer Lebensfaden?
Was hält Apollons Saitenspiel,
die heitern und oft klagen Lieder,
mir nun auf dumpfer Leier wohl bereit?
In all dem brausend Weltgewühl,
wo finde tröstend ich mich ein,
an deiner treuen Seit‘
Gefährtin Einsamkeit nun wieder?
Es rauscht im stillen Hain
auf dunklen Herzenspfaden
der zagen Zweifel Nachtesschwinge.
Es lauscht vergeblich Hoffen für und für
dem wehen Ruf aus trauter Ferne,
der hoffnungsfroh an mich erginge.
Und über mir
Selenes mond’nes Haupt,
wo stumm ihr silbern‘ Sichelmund
im wolken Feierkleide weilt.
Nur ihrer Augensterne Lied-Choral
tönt lächelnd mild
mir schimmertrunken nieder
und träuft in meines Antlitz‘ Nachtesweiher
auf’s dämmerschweigende Gefild.
Vom gleisen Niedergange Lichterquelle
himmlisch Lauten
schäumt meiner flauten Wange flüsternd Welle
und träumt im leisen Wogenklange
enthoben nun von nied’rer Qual.
#weimar #marktplatz #nacht #vollmond #silberklang #einsamkeit
| 5 Oktober 2026 | |
Text: 100% von mir
Musikalische Umsetzung: 100% von Suno
————————-
Was birgt der Genien Geisterreich,
was wirkt der Parzen Fingerstreich
am sausend Webgestühl der Schicksalsgöttin Tyche?
Was bürgt des Zwirnes wirrer Lebensfaden?
Was hält Apollons Saitenspiel,
die heitern und oft klagen Lieder,
mir nun auf dumpfer Leier wohl bereit?
In all dem brausend Weltgewühl,
wo finde tröstend ich mich ein,
an deiner treuen Seit‘
Gefährtin Einsamkeit nun wieder?
Es rauscht im stillen Hain
auf dunklen Herzenspfaden
der zagen Zweifel Nachtesschwinge.
Es lauscht vergeblich Hoffen für und für
dem wehen Ruf aus trauter Ferne,
der hoffnungsfroh an mich erginge.
Und über mir
Selenes mond’nes Haupt,
wo stumm ihr silbern‘ Sichelmund
im wolken Feierkleide weilt.
Nur ihrer Augensterne Lied-Choral
tönt lächelnd mild
mir schimmertrunken nieder
und träuft in meines Antlitz‘ Nachtesweiher
auf’s dämmerschweigende Gefild.
Vom gleisen Niedergange Lichterquelle
himmlisch Lauten
schäumt meiner flauten Wange flüsternd Welle
und träumt im leisen Wogenklange
enthoben nun von nied’rer Qual.
#weimar #marktplatz #nacht #vollmond #silberklang
| 3 Oktober 2026 | |
J.W. Goethe: Prometheus – Gesprochen von Oskar Werner
Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst,
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;
Müßt mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Gluth
Du mich beneidest.
Ich kenne nichts Aermeres
Unter der Sonn’, als euch, Götter!
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät,
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Thoren.
Da ich ein Kind war,
Nicht wußte wo aus noch ein,
Kehrt’ ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn drüber wär’
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz, wie mein’s,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.
Wer half mir
Wider der Titanen Uebermuth?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverey?
Hast du nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden da droben?
Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Thränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und deine?
Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehen,
Weil nicht alle
Blüthenträume reiften?
Hier sitz’ ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sey,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich!
#Goethe #Prometheus #OskarWerner #Gedicht
| 2 Oktober 2026 | |
Wenn dann vielleicht
bescheid’ner Sieg dir glückt,
dann musst du ihn nicht teilen mit den Vetter,
dann darfst du König sein in deinem Reiche
anstatt zu schmarotzen, unnd dein Schicksal sei,
dass du zwar
der Buche nachstehst und der Eiche,
nicht hoch zuwachsen, aber rank und frei.
Auszug aus: „Cyrano de Bergerac“
#weimar #schloss #wiedereröffnung #thron #cyrano #könig #zitat
| 28 September 2026 | |
William Shakespeare: Sonett 1 (Rezitation / Gedicht)
Vom schönsten Wesen wünschen wir Vermehrung,
Damit der Schönheit Ros’ unsterblich sei,
Und, wenn das Reife stirbt durch Zeitverheerung,
Sein Bild in zarten Erben sich erneu’,
Doch du, in eigner Augen Schein begnügt,
Nährst mit selbstwesentlichem Stoff dein Feuer,
Machst Hungersnot wo Überfülle liegt,
Dir selber Feind, des holden Ichs Bedräuer!
Der jungen Tage frische Zierde du
Und einz’ger Herold bunter Frühlingszeit,
Begräbst in eigner Knospe deine Ruh,
Vergeudest kargend, zarte Selbstigkeit!
Hab Mitleid mit der Welt! Verschling’ aus Gier
Ihr Pflichtteil nicht in deinem Grab und dir.
—————————–
Übersetzung / Übertragung: Gottlob Regis
Aufnahme vom 01.03.2017 in Buchen (Odenwald)
#Shakespeare #Gedichte #Hörbuch #Sonett1 #Lyrik
—————————–
Englischer Originaltext:
From fairest creatures we desire increase,
That thereby beauty’s rose might never die,
But as the riper should by time decease,
His tender heir might bear his memory:
But thou, contracted to thine own bright eyes,
Feed’st thy light’s flame with self-substantial fuel,
Making a famine where abundance lies,
Thy self thy foe, to thy sweet self too cruel.
Thou that art now the world’s fresh ornament,
And only herald to the gaudy spring,
Within thine own bud buriest thy content,
And, tender churl, mak’st waste in niggarding.
Pity the world, or else this glutton be,
To eat the world’s due, by the grave and thee.




















