Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

27 
 April 
 
2015

abgelegt in
Gedankenschau | Religion

 

Judentum, Christentum, Islam…, hmm.
Das eigentliche Problem bei diesen sogenannten Offenbarungsreligionen ist, dass zum eigenen (politischen/wirtschaftlichen/ideologischen) Vorteil eine ursprünglich mündlich tradierte Überlieferung so ausgelegt wird, wie sie ursprünglich nicht gemeint war. Gottes universelle Worte zwischen zwei Buchdeckel zu pressen, halte ich selbst schon für blanke Blaspehmie. Gott (im pantheistischen Sinne) ist nicht fassbar oder begreifbar und erst recht nicht in Worte/Glaubenssätze zu fassen.

Die Bibel ist KEIN Märchenbuch, sondern ein unverzichtbarer Schatz menschlicher Erfahrungen mit Gott, der aber mit der richtigen Lesebrille gelesen werden muss, um das Geschriebene richtig einzuordnen.

Ein Moslem stirbt und kommt in den Himmel.
Er ist total aufgeregt, sein ganzes Leben hat er darauf gewartet, Mohammed zu begegnen.
Er kommt an die Himmelspforte, dort steht ein Mann mit einem Bart.
Ergriffen und zittrig fragt der Mann:“Mohammed?“
„Nein mein Sohn, ich bin Petrus, Mohammed ist weiter oben“ und er deutet auf eine Leiter, die in die Wolke führt.
Der Mann beginnt, die Leiter hochzuklettern. Endlich begegnet ihm ein Mann mit einem Bart.
„Mohammed?“ fragt er wieder voller Hoffnung.
„Nein, ich bin Moses, Mohammed ist weiter oben:“
Der Mann klettert und klettert.
Wieder ein Mann mit einem Bart.
„Mohammed?“ stöhnt er.
„Nein ich bin Jesus, Mohammed ist weiter oben!“
Mit seinen letzten Kräften schleppt er sich nach oben – wieder ein Mann mit Bart.
„Mohammed?“ keucht der Mann.
„Nein mein Sohn, ich bin Gott. Du siehst ja total fertig aus. Willst Du einen Kaffee?“
„Ja, gerne!“
Gott dreht sich um, klatscht in die Hände:“Mohammed……Zwei Kaffee!“

[…] Nach 2 Stunden kommt auch Jesus zum wohlduften Kaffeeklatsch hinzu und meint: „Ähmm, ihr habt schon ohne mich angefangen?“ Und Gott sprach: „Naja, ehrlich gesagt war ich auf Mohammeds neue Kaffeekomposition äußerst gespannt und nebenbei gebietet es die göttliche Gastfreundschaft, den weitgereisten Moslem nicht warten zu lassen!“ Gott räuspert und streicht sich seinen Bart und sprach: „Jesus, dafür dass dein Vater Zimmermann war, hast du für die Herstellung unseres Gastes Himmelsbett doch sehr lange gebraucht!“ Jesus entgegnete: „Ach, das Himmelsbett war weniger das Problem und in 10 Minuten auch fertiggestellt. Mich nervte nur wieder einmal die ewige Grundsatzdiskussion mit Mose, dass es doch besser wäre, Gemeinschaftsbetten für Juden, Muslime und Christen zu schreinern.“ Und Gott sprach :“Sollen sie doch alle ruhen in Abrahams Schoß!“

 
 

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