Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

1 
 September 
 
2008


 

Die Weltesche Yggdrasil
in Anlehnung an die nordische Sage
 
 
Tiefe Trauer bei Göttern und Menschen, als der verderbliche Pfeil des
Hödur, vom Unheil gelenkt, Baldurs Götterbrust traf.

Nur die finsteren Riesen und missgestalteten Zwerge
hoben frohlockend das Haupt, als Baldurs Sonnenaug‘ brach.
Denn mit Erlöschen, Ermatten des Glanzes der Sonne
wuchs auch der Finsternis Macht, die sich nun reckend erhob.

Auch der Weltesche Yggdrasil welkten die immergrünen
Blätter und Himmelsgestirn mahnte der goldenen Zeit
nahendes Ende.

So auch begannen die Asen zu altern.
Denn Iduna, die stets wachende Göttin am Quell
ewiger Jugend versagte dem Weltbaum hinforten den lebens-
spendenden Met und entlaubt wiegte sich dürres Geäst,
wo Njördis Windesgespielinnen einst durch zitterndes Blattwerk
rauschten. Entflohn ward der Glanz heiligen Götterbezirks.

 
 
9 
 Juni 
 
2008


 

Täglich geh ich heraus, und such ein Anderes immer,
Habe längst sie befragt, alle die Pfade des Lands;
Droben die kühlenden Höhn, die Schatten alle besuch ich,
Und die Quellen, hinauf irret der Geist und hinab,
Ruh erbittend […]

Auszug aus Hölderlins Elegie „Menons Klagen um Diotima“

 

Auch ich entfloh einst der traulichen Stube, befahl mich der Fremde
an: Was der Weltlärm verschwieg, durft‘ ich im Stiller’n gewahr’n.
Bleibet mir treu, ihr holden Phantome besserer Welten,
euren ewigen Trost schließ‘ in den Busen ich ein!

 

→ Meine Gedankenpfade

 
 
9 
 Februar 
 
2008


 

Ewigen Dank entrichte ich hier dem Badner Verband des
Schachs, der stets detailliert -allen Spielern zur Freud‘-
ohne Verzug, der Verbandsrunde neuesten Stand publizieret:
Wofür ich Stunden gebraucht wirkt nun ein einziger Link!

Dank auch Hans-Jürgen, dem Schriftführer uns’res Vereins,
ohne Unterlass führt fleißig die Feder auch er.