Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

27 
 August 
 
2018

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Reisebericht | Weimar 2016

 

Die Handschrift sollte sich im günstigsten Falle zu einer Verbundschrift weiter entwickeln, die mit ihrem Schreibfluss eine bessere Schreibökonomie ermöglicht.

Meine in der Grundschule erworbene Handschrift (lateinische Ausgangsschrift) war hierbei gerade in den Vorlesungen als auch beim Protokollieren von Gespräche bisher zum Scheitern verurteilt, weil ich entweder den schnellen Sprachfluss nicht schriftlich fixieren konnte (graphomotorisches Versagen) und/oder die Diktiergeschwindigkeit ein unleserliches Schriftbild evozierte.

Meine nächstgelegene Wahl fiel auf Sütterlin.
Aber gerade der hohe feinmotorische Anspruch dieser Schriftart und das Abstrafen nur geringster Linienführung mit Buchstabenverwechslungen machte Sütterlin für mich unattraktiv.
Ich suchte ja nach einer Schrift bei hoher Diktiergeschwindigkeit (Silben pro Minute).

Die Kurrentschrift – gerade auch durch die Museenbesuche (Schiller/Goethe) hier in Weimar und den dortigen Auslagen von handgeschriebenen Briefen – erwies sich für mich zunächst als flüssige Handschrift (kurrent=laufen), wobei natürlich mein Buchstaben-/Morpheminventar noch erweitert werden musste.
Faziniert war ich auch von Goethes Handschrift, der für die erste Zeile (Blankvers) der „Iphigenie“ bei säuberlichem Schriftbild nur eine (!) Zeile auf dem Blatt benötigte. Platzsparend erschien mir die Kurrentschrift also auch.

Besonders reizvoll ist für mich allerdings die Deutsche Einheitskurzschrift (DEK), die heutzutage durchaus bei der Mitschrift von Bundestagsreden angewandt wird.
Vorteile sind hierbei nicht nur das flüssige Schreiben, sondern auch die Konsonantenschreibweise (Vokale werden in der Regel nicht geschrieben) und VOR ALLEM noch andere Kompressionsmechanismen, „Kürzel“ genannt.

 
 
26 
 August 
 
2018

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Reisebericht | Weimar 2016 | Zitate

 

„Ich habe ihn (Friedrich Schiller) auswendig gelernt, habe in seiner Sprache gesprochen und in seinen Bildern geträumt…“

Fjodor Michailowitsch Dostojewski

 
 
25 
 August 
 
2018

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Reisebericht | Weimar 2016

 

Weimar Atrium [1] Quelle: Mapionet

Im Einkaufszentrum von Weimar ernsthaft über den Kauf eines Tablets (Samsung Tab S3) nachgedacht, mit dem man im Gegensatz zur Spielerei eines SmartPhone mit WhatsApp, Twitter, Facebook, … (ja, ich habe momentan noch ein altes Backstein-Handy) komfortabel bei angemessener Displaygröße zweckdienlich Textverarbeitung betreiben kann und u.U. sogar mein Notebook ablösen könnte.

Fußnoten   [ + ]