Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

14 
 Mai 
 
2019

abgelegt in
Christentum | Gedankenschau

 

Wisst ihr nicht, dass E U E R Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euer selbst seid? (1.Kor. 6,19)

Ob sich Gott heutzutage noch an Steinbauten interessiert, weiß ich nicht, vermutlich will er lebendige Steine…

Wenn die Gebäude verschwinden, verschwinden auch die Gemeinden.

Sogar Jesus ging in „Steinbauten“: in den Tempel, in Synagogen… Gebrauchen Sie bitte erst mal Ihren Verstand, bevor Sie so einen Unsinn absondern! Vers 6,19 sagt aus, dass wir unseren Leib rein halten und würdig behandeln sollen, er ist kein Befehl zur Abschaffung des Tempels, dessen Zerstörung das jüdische Volk schwer getroffen hat.

Keineswegs Unsinn, sondern dem Fragenkatalog meines Lebens entsprungen, den es nicht gilt, mit präformatierten, bereits vor- und ausformulierten, oft vatikanindoktrinierten Erwiderungen zu beantworten.
Damit meine ich nicht Sie, sondern meine allgemeinen Erfahrungen mit Glaubensbrüdern allgemein.

Tempel und Schlachtopfer sind alttestamentlich, sind Gesetz.
Kirchen hingegen sind christliche Traditionen.
Aber wie sagte bereits mein wertgeschätzter Pastor und Bruder Karl Kunkel: es gibt gute Traditionen und schlechte Traditionen.
Ich denke, Kirchen sind eine gute Tradition: ein Versammlungsort der Gläubigen, das Ermöglichen der Pflege der Gemeinschaft der Heiligen, der gegenseitigen Stärkung und Trostsprechung im Glauben, Wertschätzung Gott gegenüber, da man ja selbst auch vielleicht ein Eigenheim bezieht.
Ja, Kirchen sind eine gute Tradition, aber eben eine Tradition. Christen leben aber unter der Freiheit.
Und dieses „Kirchengebäude“ ließe sich auch durch bürgerliche Versammlungshäuser ersetzen, z.B. durch Hauskreise („[…] Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Mt 18,20 ).

Natürlich ging Jesus in die „Steinbauten“ der Tempel / Synagogen, er war auch Jude und somit war dies für ihn auch normal in seines Vaters Hause zu sein.
Oft verzichtete Jesus aber auch auf diese „Steinbauten“, predigte auf Hügeln (Bergpredigt) oder auch aus dem Boot ans nahe Ufer, um zur Volksmenge zu sprechen. Er war auf „Steinbauten“ NICHT angewiesen.

Was will ich damit sagen?
Vielleicht ist es in der Geschichte des Christentums schon immer leichter gewesen, mit FINANZ-Kraft die Mauern einer physischen Kirche zu stemmen (teils sogar aus Ablassbriefen), als mit wahrer WILLENS-Kraft und entschiedener GLAUBENS-Stärke Gott im reinen Herzen ein wahres Heiligtum, SEIN Heiligtum, einzurichten, weil „Gott dort wohnt, wo man ihn einlässt“ (Evangelisationswoche in den 1980-ern) und sich als sein Gefäß füllen zu lassen als irgendwelche Bankreihen in den besagten „Steinbauten“.

 
 

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