Einleitung

Orpheus und Eurydike

Orpheus galt im antiken Griechenland als ein vom Gotte Apollon begünstigter Sänger, der das Spiel mit der Lyra (Leier) nicht mit dem Flötenspiel begleiten ließ, wie es zur damaligen Zeit üblich war, sondern dazu eigens seine göttergesalbte Stimme erhob, die selbst das Tierreich betörte und die unbelebte Natur beseelte.

Neben Anwendung des freien Versmaßes stimmte Orpheus die vorgesungenen Texte durch eine wiederkehrende Rhythmik (Metrik) auf das Lyraspiel ab, dass Gesang und Saitenspiel melodisch sich im Einklang fanden.

Zu diesem Zwecke schrieb Orpheus seine vorgetragenen Texte zuweilen im Hexametermaß und galt daher als geistiger Vater desselbigen.

Orpheus, Heros der liebschallenden Künste, beklagt in der Gestalt der Eurydike das entrissene, ins Schattenreich hinabgeführte Ideal des Schönen und der Seelenharmonie irdischer Glückseligkeit.

Autor: Silentius

Ralphonsius Silentius, der Stille im Erdenthal Anno domini CMMLXXIVgreg. in den Iden des März Artemis’ sühnender Pfeil im teutoburger Haine Zartspross Pygmalions Scholar Apollons

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