Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

24 
 August 
 
2019


 

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Goethe-Gedicht „Heidenröslein“.
Die Vertonung des Liedes finde ich auf jeden Fall klasse. Ich kannte nur die von Franz Schubert, nicht aber die Vertonung von Heinrich Werner:


Geistlos, ahnungslos

Haben wir geahnt, was dieser Goethe für ein Sittenstrolch war? Sein Gedicht „Das Heidenröslein“ endet so: „Und der wilde Knabe brach / ’s Röslein auf der Heiden. / Röslein wehrte sich und stach, / Half ihm doch kein Weh und Ach, / Mußt’ es eben leiden. / Röslein, Röslein, Röslein rot, / Röslein auf der Heiden.“
Als hätten das nicht schon Generationen von Interpreten als Allegorie auf eine Entjungferung gedeutet, posaunt ein selbsternanntes Künstlerkollektiv namens „Frankfurter Hauptschule“ nun heraus: „In seinem Gedicht ,Heindenröslein‘ (sic!) verharmlost Goethe gar eine brutale Vergewaltigung in lieblichem Trällerton . . . Kinder müssen das auswendig lernen.“

Quelle: FAZ | Andreas Platthaus

 
 

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