| 30 November 1993 |
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Die Zeit, sie eilet,
der Kummer verweilet
im Herzen mir.
Des Freundes‘ Mund schweiget,
die Antwort verbleibet,
ich fast die Hoffnung nun verlier‘.
Die Feder laß‘ schwingen
den Brief dir gelingen,
und linder Rat durchdringen,
sonst könnt‘ der Tod mich gar verschlingen.
| 24 November 1993 |
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Fliederdüfte strömen übers Land,
weil Ritter sein Prinzess’chen fand.
Abends um die … Stund‘
glitt es zögernd über der Lippen Mund.
Er seine Liebe ängstlich ihr gestand,
doch sie willigte ein,
bei Mondenschein
geknüpft ist nun das Liebesband.
weil ein Herz das andere fand. [Nachtrag]
und sich inniglich verband [26.06.07]
| 10 November 1993 |
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Schönheit, Romantik und Dichterliebe,
das sind wahrlich güld’ne Triebe,
die das sprießen in der Jugend,
es ist freilich eine Tugend.
Doch sollten wir nicht nach Höherem streben,
als nur der Leidenschaft uns hinzugeben ???
Denn diese Werte sind vergänglich,
aber der Lohn ist überschwenglich,
der im Himmel uns empfängt,
gleichwie das ewige Leben, das uns geschenkt !
Wenn wir uns nicht nach IHM ausrichten
ist unser irdisch‘ Wandel für nichten !
Dann gleichen wir einer Nelke,
die da sprieße, blühe und verwelke…
| 4 November 1993 |
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Auch wenn die Trübsal mich gequält,
bin ich durch Jesus doch beseelt,
er läßt mich mutig vorwärts schreiten.
und mich auf grüner Aue weiden,
drum sollte es doch Freud‘ bereiten,
dem Tode sanft entrinnen,
und mich auf Jesus zu besinnen !
| 4 November |
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Welch‘ güld’nes Wort erhallt aus Deinem Munde,
Balsam für meine Herzenswunde !!!
Dieser Liebreiz auf Deinen Lippen,
durchdringet Herz und Rippen.
Könnte ich denn diesem mich verwehren,
da müßte ich mich ganz verzehren,
da ich der Leidenschaft bin preisgegeben,
muß ich nach deiner Liebe strebe –
ein Sklave meiner Gedankenwelt,
aus derer doch die Freude quellt,
da Jesus mir den Pfad erhellt !!
| 13 Juli 1993 |
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Du Röslein auf der lichten Aue,
was flüstert mein Herz, wenn ich dich schaue :
| “ Diese güldne, zierliche Pracht, | |
| ist einer Prinzessin würdigen Tracht ! | |
| Oder ist sie nur ein Trugbild, | |
| das der Wirklichkeit garnicht gilt ! „ |
Doch was stehe ich hier abseits gelegen,
auf des sicheren Pfades Wegen !
Zumal die Sonnenwärmeglut hat mich erdrückt,
da die Mittagsstund‘ ist nähergerückt !
Zu entrinnen der Tagesschwüle,
möcht‘ ich mich flüchten in die Schattenkühle.
Zur Seite des Rosleins, das wäre gelinde,
dort weht ein kühler, frischer Winde !
Ja, da isset auch erfüllt die Luft,
gewürzet mit dem Rosendüft !
| “ Laßt uns weilen an diesem Orte | |
| zu lauschen der rauschenden Blätter Worte ! „ |
“ Mein Kind, warum hast du das Gebot deiner Mutter verlassen,
und tuest die Zucht des Vaters hassen ???
Du wandelst nicht auf rechten Wegen,
Du seist dem Kummer nun unterlegen !!! “
Die Röslein, auch wenn sie schöne blüh’n,
so haben sie doch Dornen !!! ( Okt. 1993 )






















