Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

24 
 November 
 
1993

abgelegt in
Reimgedichte

 

Fliederdüfte strömen übers Land,
weil Ritter sein Prinzess’chen fand.

Abends um die … Stund‘
glitt es zögernd über der Lippen Mund.

Er seine Liebe ängstlich ihr gestand,
doch sie willigte ein,
bei Mondenschein
geknüpft ist nun das Liebesband.
weil ein Herz das andere fand. [Nachtrag]

und sich inniglich verband [26.06.07]

 
 
10 
 November 
 
1993


 

Schönheit, Romantik und Dichterliebe,
das sind wahrlich güld’ne Triebe,
die das sprießen in der Jugend,
es ist freilich eine Tugend.

Doch sollten wir nicht nach Höherem streben,
als nur der Leidenschaft uns hinzugeben ???

Denn diese Werte sind vergänglich,
aber der Lohn ist überschwenglich,
der im Himmel uns empfängt,
gleichwie das ewige Leben, das uns geschenkt !

Wenn wir uns nicht nach IHM ausrichten
ist unser irdisch‘ Wandel für nichten !

        Dann gleichen wir einer Nelke,
        die da sprieße, blühe und verwelke…

 
 
4 
 November 
 
1993

Schlagwörter

0

 

Auch wenn die Trübsal mich gequält,
      bin ich durch Jesus doch beseelt,
            er läßt mich mutig vorwärts schreiten.

            und mich auf grüner Aue weiden,
      drum sollte es doch Freud‘ bereiten,
  dem Tode sanft entrinnen,
und mich auf Jesus zu besinnen !

 
 
4 
 November 
 


 

Welch‘ güld’nes Wort erhallt aus Deinem Munde,
Balsam für meine Herzenswunde !!!

    Dieser Liebreiz auf Deinen Lippen,
    durchdringet Herz und Rippen.

    Könnte ich denn diesem mich verwehren,
    da müßte ich mich ganz verzehren,

da ich der Leidenschaft bin preisgegeben,
muß ich nach deiner Liebe strebe –

    ein Sklave meiner Gedankenwelt,
          aus derer doch die Freude quellt,
                da Jesus mir den Pfad erhellt !!

 
 
13 
 Juli 
 
1993


 

Du Röslein auf der lichten Aue,
was flüstert mein Herz, wenn ich dich schaue :

“ Diese güldne, zierliche Pracht,
  ist einer Prinzessin würdigen Tracht !
  Oder ist sie nur ein Trugbild,
  das der Wirklichkeit garnicht gilt ! „

 
Doch was stehe ich hier abseits gelegen,
auf des sicheren Pfades Wegen !
Zumal die Sonnenwärmeglut hat mich erdrückt,
da die Mittagsstund‘ ist nähergerückt !

Zu entrinnen der Tagesschwüle,
möcht‘ ich mich flüchten in die Schattenkühle.
Zur Seite des Rosleins, das wäre gelinde,
dort weht ein kühler, frischer Winde !

Ja, da isset auch erfüllt die Luft,
gewürzet mit dem Rosendüft !

“ Laßt uns weilen an diesem Orte
  zu lauschen der rauschenden Blätter Worte ! „

 
“ Mein Kind, warum hast du das Gebot deiner Mutter verlassen,
  und tuest die Zucht des Vaters hassen ???
  Du wandelst nicht auf rechten Wegen,
  Du seist dem Kummer nun unterlegen !!! “

 
Die Röslein, auch wenn sie schöne blüh’n,
      so haben sie doch Dornen !!!    ( Okt. 1993 )

 
 
9 
 Juli 
 
1993


 

Was soll’n mir die Mädchen und ihr Spiel ???

Sie reizen, sie lächeln, als ob ich ihnen nun gefiel !
Sie werfen mir schöne Äuglein entgegen,
sodaß ich erröte, ich bin ganz verlegen,
an ihren zarten schönen Blicken,
ja, da könnt‘ ich mich erquicken !!!

„Doch halt !!! , mein Kind, sei stille,
erkennest du nicht der Mädchen Wille ???

Schaue tief in ihre Herzen
und vernimm, daß sie nur scherzen !!!
Ihr nettes, charmantes Sein
ist nichts anderes als trügerischer Schein.
Mit ihren zarten, schönen Blicken
wollen Sie einen anderen beglücken,
auch wenn sie [ die Blicke ] linde, sie gelten nicht Dir,
sie krönen einen anderen zum Kavalier !!!

Mögen auch süße ihre Stimmen klingen,
so wollen sie Dich doch verschlingen
und in ihrem Aufbegehren
wollen sie Dich ganz verzehren !!!

„Doch Herr, zu wem sollte ich gehen,
wer erhört mein ernstes Flehen ???

Ich weiß, dass du es bist allein,
du strahlend heller Gnadenschein !!!
Daß ich bei dir auch einst erflehend,
ein Mädchen, treu zur Seite mir stehend.
Und nun sol ich diese Mädchen meiden,
es bringt mir soviel Herzensleiden.

Sollte ich vor Sehnsucht sterben ?
Sollte ich vor Sehnsucht derben ?

 

“ Oh, nein, mein Kind, hör‘ mir zu
  bei mir allein, da findest du Ruh‘,
  ich weis‘ dir ein rechtes Mädchen zu.
  
  Eines, das dir auserkoren,
  das für dich nun ward geboren.
  Dessen Wandel hier auf Erden,
  mir zur Wonne, Dir zum Gefährten.
  
  Einmal wird sie dir erscheinen,
  dann verstummet all‘ dein Weinen.
  Deine Trauer wird in Freude verkehrt
  Frohsinn in dein Herz einkehrt.
  
  Doch bis dahin , harre des Herrn !!!
  der erhört dein Rufen gern …