Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

9 
 Juli 
 
1993


 

Was soll’n mir die Mädchen und ihr Spiel ???

Sie reizen, sie lächeln, als ob ich ihnen nun gefiel !
Sie werfen mir schöne Äuglein entgegen,
sodaß ich erröte, ich bin ganz verlegen,
an ihren zarten schönen Blicken,
ja, da könnt‘ ich mich erquicken !!!

„Doch halt !!! , mein Kind, sei stille,
erkennest du nicht der Mädchen Wille ???

Schaue tief in ihre Herzen
und vernimm, daß sie nur scherzen !!!
Ihr nettes, charmantes Sein
ist nichts anderes als trügerischer Schein.
Mit ihren zarten, schönen Blicken
wollen Sie einen anderen beglücken,
auch wenn sie [ die Blicke ] linde, sie gelten nicht Dir,
sie krönen einen anderen zum Kavalier !!!

Mögen auch süße ihre Stimmen klingen,
so wollen sie Dich doch verschlingen
und in ihrem Aufbegehren
wollen sie Dich ganz verzehren !!!

„Doch Herr, zu wem sollte ich gehen,
wer erhört mein ernstes Flehen ???

Ich weiß, dass du es bist allein,
du strahlend heller Gnadenschein !!!
Daß ich bei dir auch einst erflehend,
ein Mädchen, treu zur Seite mir stehend.
Und nun sol ich diese Mädchen meiden,
es bringt mir soviel Herzensleiden.

Sollte ich vor Sehnsucht sterben ?
Sollte ich vor Sehnsucht derben ?

 

“ Oh, nein, mein Kind, hör‘ mir zu
  bei mir allein, da findest du Ruh‘,
  ich weis‘ dir ein rechtes Mädchen zu.
  
  Eines, das dir auserkoren,
  das für dich nun ward geboren.
  Dessen Wandel hier auf Erden,
  mir zur Wonne, Dir zum Gefährten.
  
  Einmal wird sie dir erscheinen,
  dann verstummet all‘ dein Weinen.
  Deine Trauer wird in Freude verkehrt
  Frohsinn in dein Herz einkehrt.
  
  Doch bis dahin , harre des Herrn !!!
  der erhört dein Rufen gern …
 
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.