Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

5 
 Mai 
 
2018

abgelegt in
Gedankenschau

 

Ich wohne in Süddeutschland und wäre für eine deutsch-französische Zwischenform: Zwanghaftes Handgeben (Distanz) der Deutschen und beherzter Wangenkuss (Nähe) der Franzosen in einem.
Zwangsläufig mündet dies in den gehauchten Handkuss.

Von der unbefangenen Art der Franzosen kann man viel lernen und so würde ich (OFF-TOPIC) auch ebenso die Dehnungsvokale mit ihren Akzenten übernehmen, d.h. den Vokalen gleichfalls Küsschen geben: der Saal, der Wal, die Wahrheit, das Mahl —> der Sál, der Wál, die Wárheit, das Mál. Und das ist jetzt ernstgemeint! Strengorthodoxe Ortografie-Verfechter dürfen mich jetzt regalweise mit ihren Dudenausgaben steinigen…

 
 
8 
 Juli 
 
2016

abgelegt in
Gedankenschau

 

ruestungsexporte_deutschland
Kommentar auf FaceBook:

na und? wenn die waffen nicht von hier kommen, dann kommen sie eben von woanders wie USA oder Russland. Also hört mal auf mit eurem Bullshit

Hmm…d.h., wenn ich die junge Frau am Straßenrand in reizenden Kleidern als Anhalterin nicht mitnehme und vergewaltige, dann fällt ein anderer über sie her…?
Was für eine alldümmliche, in sich unschlüssige Argumentation?
Daher Grundsatz Nr.1 beim Posten auf FaceBook:
Nie im betrunkenen Zustand schnell mal die Tastatur mit unreflektierten Geistergüssen vergewaltigen!

Es darf nicht lauten: „Wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer“.
Es wäre doch grundätzlich zu überlegen, ob eine Handlung generell moralisch vertretbar ist und wenn nein, sie auch von KEINEM auszuführen ist.
Man darf sein eigenes Fehlverhalten nicht mit dem Fehlverhalten anderer rechtfertigen, als wenn es dann richtiger wäre. Ich darf keine Bank überfallen, nur weil gestern in der Zeitung stand, dass ein anderer eine Bank überfallen hat.

 
 
30 
 Januar 
 
2016

abgelegt in
Gedankenschau

 

Mauerschützen

AfD will Flüchtlinge notfalls mit Waffengewalt stoppen
Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry will an den deutschen Grenzen wieder „Recht und Ordnung“ herstellen.
Dazu sollten Polizisten notfalls schießen dürfen.[1]Quelle: Die Zeit

Einerseits ist in Deutschland die Todesstrafe u.a. aufgrund möglicher Justizirrtümer [2][…] Die Gründe für einen Fehler der Justiz können in einer unbeabsichtigten Fehlvorstellung der Richter, einer bewussten Irreführung der Richter durch Zeugen, Sachverständige, Anwälte oder sonstige Personen oder einem Verfahrensfehler liegen abgeschafft, andererseits möchte die AfD wieder im Stil der alten DDR den Polizisten zum Mauerschützen degradieren.

Kein Polizist wolle auf einen Flüchtling schießen. „Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt“, sagte Petry.[3]Quelle: Die Zeit

Trägt die AfD die psychischen Belastungen der Todesschützen bei einem nicht unbeträchtlichen Anteil durchaus berechtigter Asylsuchenden. [4]Genfer Flüchtlingskonvention

Wiedereinmal bewies die AfD den „Mut zur Wahrheit“ [5]Programm und Hintergrund der AfD
„Danke, Frau Petry, für Ihre Schützenhilfe bei den nächsten Wahlen!

 
 
29 
 Januar 
 
2016

abgelegt in
Gedankenschau

 

Unter Bildungsniveau verstehe ich nicht die sprachliche Kompetenz der Muttersprache, noch die kognitive Durchdringung mathematischer Zusammenhänge, noch die Wissensanhäufung in Geistes- oder Kulturwissenschaften.
Bildung (engl. „education“) meint Er-Ziehung, das Hin-Ziehen zu Normen und Werten einer menschlichen Gemeinschaft bis hin zu deren Verinnerlichung (Internalisierung).

Erziehungsberechtigte als auch gesetzliche Vorgaben erfüllen in Anlehnung an Erich Fromm nur die temporäre Funktion, Verhaltensweisen wach zu halten und durch ständige Präsenz (Außenwirkung) strukturgebend eigenes Verhalten dahin langfristig zu „installieren“, das die inneren Moralvorstellungen zu einem Konsens mit dem äußeren moralischen Kodex führt.

Werden also gewisse Gesellschaftsregeln menschlichen Umgangs eingehalten, einem Normenkatalog gefolgt, so kann man auch bei einem Menschen mit einer geistigen Behinderung von einem hohen Bildungsniveau durchaus sprechen, wobei ein Akademiker mit sozial unverträglichem Verhalten in diesem Zusammenhang ein niedriges Bildungsniveau aufweist.

 
 
27 
 Dezember 
 
2015

abgelegt in
Gedankenschau

 

 

Im Café. „Ich würde gerne, natürlich nur, wenn ich es dürfte und wenn ich es nicht darf, dann mache ich es trotzdem, weil ich mir jetzt einfach die Freiheit dazu nehme, einen Kaffee bestellen, wenn es denn möglich wäre“ … wäre das dann höflich??? Ich denke, es kommt immer darauf an, WIE man „EINEN KAFFEE!“ mit begleitender Gebärde sagt und selbst bei bestehender Mimik- und Gestikarmut sowie fehlender sprachlicher Schleifchenzier kann dies auch durchaus in respektvoller Manier geschehen, OHNE dabei arrogant zu wirken.

 
 
15 
 Juli 
 
2015

abgelegt in
Hagen Rether | Kabarett
Schlagwörter

0