Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

19 
 August 
 
2018


 

Hotel Liszt in Weimar


Ein etwas tumultarischer Auflauf am Frühstücks-Buffet bei ungeordneter Traubenbildung.
Die beiden Elternteile sind direkt vor mir in der Reihe, die Tochter im Teenager-Alter, soeben noch ein Müsli in der mittleren „Versorgungszone“ sich angerichtet, stellt wiederum hinter mir sich an, nunmehr zersprengt von ihrer Familienbande.
Ich lasse sie vor.

Familie gehört zusammen und als selbsternannter Familienminister plädiere ich in diesem Fall für Familienzusammenführung!

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4 
 März 
 
2018

abgelegt in
Gedankenschau

 

Quelle: Landkreis Erding

Familiengründung?
Mehr als einen von meiner Art wäre für unseren Planeten nicht zumutbar.

Ehrlich gesagt wurde ich damals an der Eingangskontrolle zum Erdenleben auch nur „durchgewunken“.
Ihr wisst schon, von diesem – keine Ahnung, wie der nochmals hieß … naja, von diesem halbgroßen Mann am Hauptschalter, mit schwarzem Vollbart, der zorngefurchten Stirnfalte und der tiefen, sonoren Stimme.
Er hatte wohl eine soziale Anwandlung, seine milden Momente.

Ich hatte Glück und dieses sollte nicht überstrapaziert werden…

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25 
 November 
 
2017

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Sonett VIII.

Du selbst Musik, und hörst Musik so trübe?
Süßes kämpft nicht mit dem Süßen, Lust weckt Lust.
Liebst du etwas, damit es dich betrübe?
Eröffnest freudig deiner Qual die Brust?

Wenn dir das Ohr Einklang der rein gestellten,
In Einigkeit vermählten Töne stört,
So scheinen sie nur lieblich dich zu schelten,
Der seine Stimm’ in Ledigkeit verzehrt.

Horch wie ein Klang die Saiten, gleiches Falles
Wie teure Gatten wechselseits durchdringt;
Wie Vater, Kind, und frohe Mutter, alles
In eins, die eine muntre Note singt!

Ein sprachlos Lied, der vielen eine Pflicht,
Dir singt es: einsam gehest du zunicht.

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