Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

5 
 September 
 
2012


 

https://www.youtube.com/watch?v=803oNbiCFbk

Prof. Harald Lesch spricht über die Auferstehung Christi


 

Wir beziehen uns immer nur auf die ersten 4 Evangelien, die damals von der katholischen Kirche postuliert wurde. Die anderen 46 Evangelien (z.B. auch das Evangelium nach Maria) sind in unserem Bewusstsein nicht (mehr) präsent).
Bei aller Wertschätzung für Herrn Lesch könnte ich ihm z.B. das Evangelium nach Thomas ans Herz legen. Darin finden sich weder Wundergeschichten, noch Kreuzigung, noch Auferstehung, noch Himmelfahrt. In diesem Evangelium ist die Sichtweise durchaus eine nüchtern reale.

Wir beziehen uns deshalb auf die 4 Evangelien, weil sie eben zeitnah entstanden sind und uns auch etwas über die Taten Jesu sagen. Alle anderen Evangelien ist erstens viel später entstanden (höchstens Thomas macht evt. eine Ausnahme, aber selbst dann ist etwas später) und besteht zur Gänze aus abstrusen gnostischen Belehrungen. Thomas ist da so ein Mischmasch, aber “nüchtern real” ist er nun grade nicht. Aber sicher, man sollte es lesen, erst dann sieht man was man an den Vieren hat.

Kommentar von mainsqueeze1977

 

Sprecher Prof. Harald Lesch und Thomas Schwartz
Bereitstellung Cromulentable

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26 
 August 
 
2011

abgelegt in
Gedankenschau

 

Sei es Veganismus, Christentum oder andere Lebenskonzepte: Ich halte nicht viel vom missionarischen Übereifer, vom überschäumenden (blinden) Aktionismus.

Ein Volksweisheit besagt:
Rede nur, wenn man dich fragt, aber lebe so, dass man dich fragt!

Damit ist eigentlich alles gesagt.
Handlungs(an)weisungen (Maximen) jeglicher Art, ethisch oder religiös motiviert, müssen vorgelebt werden.
Ursprünglich geistig formulierte (zuweilen utopische) Verhaltensregeln müssen sich auf dem Prüfstand der fass- und sichtbaren Wirklichkeit bewähren, müssen realisierbar/umsetzbar sein, müssen operationalisiert werden, müssen sich als durchführbar erzeigen.
Ansonsten bleiben sie reine Gedankenexperimente und bleiben -um mit dem Höhlengleichnis von Sokrates zu sprechen- im Reich der (schönen) Ideen: “Deine Worte hör’ ich wohl, doch deine Taten sprechen lauter.”
Es gilt, den (vor-)gelebten Beweis der Machbarkeit zu erbringen.

Ich persönlich habe den traditionsgeprägten Begriff “Mission” individuell neu definiert, was vielleicht nicht ganz konform mit der Bibel geht, in der Jesus den Missionsbefehl erteilt: “Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker […]”. Paulus hat sich dies auf die Fahne geschrieben.

Ich denke aber, dass “Gehen” in alle “Welt“, durchaus auch mit “hineintragen” in alle “Winkel der Herzen” übersetzt werden kann.
Dass es primär darum geht, die Menschen zu erreichen, nicht unmittelbar durch Distanzüberwindung mit Thesen-Verlautung (“Gehet an die Hecken und Zäune und predigt!”), sondern durch eine Art Heranführung an ein Ideal durch praktische, anschauliche Lebensführung:

Rede nur, wenn man dich fragt, aber lebe so, dass man dich fragt!

Der Berg soll zum Propheten kommen und nicht umgekehrt.

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