| 28 April 2022 | |
Hypnos ist eine Gottheit der griechischen Mythologie. Er gilt als der Gott des Schlafes.
Ein anderer Beiname ist ‚der Geber, der Großzügige‘ oder ‚der liebliche, süße, umhüllende Schlaf‘ manchmal auch ‚der alles Fesselnde‘.
In seiner Rechten trägt Hypnos ein Füllhorn, das mit Träumen oder Schlaf gefüllt ist, in seiner Linken einen Mohnzweig bzw. einen Zweig, welcher in den Fluss Lethe getaucht wurde.
| 4 August 2017 | |

Morpheus und Iris [1]Pierre Narcisse Guérin, 1811
Musik
Robert Schumann [2]Kinderszenen, Op. 15 – Nr. 7 – Quelle: www.archive.org
Ist denn die Wirklichkeit nicht erdacht,
schlicht ersponnen,
eine Dichtung unseres Geistes,
die aus dem Reiz trüber Sinne sich nährt
und in kühnen Deutungen die Welt uns erschließt?
Zweifelsfrei ist die Traumwelt,
die Heimstatt hehrer Ideen,
ersonnen,
eine Elegie der Phantasie
und wahrhaft stolzes Rankgewächs,
das als Zartspross
aus des Alltags Niederwuchs
munter sich enttrotzte
zu reiferer Blüte.
Beide Sphären,
die der Wirklichkeit
als auch des Traumes,
sind daher gleichen Ursprungs,
dem der Dichtung.
Und wie ein Geschwisterpaar
reichen Erscheinung und Traumbild
sich treu die Hände,
vereinigen sich wie zwei Flüsse es tun:
Rauschend’ Verlangen
mit strömendem Eifer hinstrebend
und einend still sich ergeben
sodann ins unendliche Meer
menschlicher Deutung.
Traumwelt IST daher Wirklichkeit,
eins ins eins vermengt.
Nahe dich ihnen,
des Traums holden Phantomen,
den treu dich Empfangenden!
Schließe ihr Bild
in den Busen still ein
und bilde getreu
nach ihren Gesetzen
das Irdische!
→ Vorwort
Fußnoten
| 9 Januar 2017 | |
Zuweilen sind sie das, untreu, die bergenden Arme des Schlafes, sein nächtlich Wiegenlied nicht immer dem süßen Schlummer gesonnen und fester ist indes des Kummers Würgegriff.
„Nur wer ein holdes Weib errungen“ (Schiller) kann sich (gegenseitig) anschmiegen und Trost dem jeweils anderen spenden, der Seele wahrer Ruhe.
Doch stiller denn je
streifen die trauten Winde
durch des Herzens
einsamer Gründe.











