Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

4 
 September 
 
2017

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Gedankenschau
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Ich hatte am vergangenen Wochenende durch einen Magen-Darm-Infekt genügend Zeit, über mein Leben nachzudenken, wobei ich Leben momentan mit der Aufrechterhaltung meines Stoffwechsels definiere.

Es ist sicherlich auch den vielen Wohnortswechseln geschuldet, die das Referendariat und die Anstellung an bisher zwei Schulen mit sich gebracht haben und sich somit kein soziales Netzwerk etablieren konnte.

Es fehlt mir fundamental der Anschluss zu Literaturbegeisterten, geistigem Austausch und Lebensperspektive im momentanen Buchen, dem Ödland des Herzens.

Auf jeden Fall läuft etwas gewaltig schief, wenn ich nach 2 abgeschlossenen Berufsausbildungen und einem abgeschlossenen Hochschulstudium immer noch weniger Sozialkontakte habe als manch arbeitsunwilliger Harz-4-ler, der sich mit seinen “Leidensgenossen” dionysisch im Park vergnügt.

Mosbach? Buchen?
Wieso begebe ich mich -verdammt nochmal- immer wieder blauäugig in perspektivlose Lebenssituationen, die in sozialer Einzelhaft enden?

Ich habe nicht wirklich Lust mehr zu leben und muss mir deshalb ein anderweitiges Leben suchen, das mich ausfüllt, geistig ergänzt und Perspektiven schafft.

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