Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

18 
 Juli 
 
2015

abgelegt in
Distichen | Gedankenschau

 

ES
 
Nicht Vater(ER), Mutter(SIE) noch sollen entscheidungsweisend Dir sein, dem
Herzen (ES) alleine vertrau’ – Wahrheit fühlend – Dich an!

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12 
 Januar 
 
2012


 

Es reden und träumen die Menschen viel
Von bessern künftigen Tagen,
Nach einem glücklichen goldenen Ziel
Sieht man die rennen und jagen,
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung!

Die Hoffnung fuehrt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den fröhlichen Knaben,
Den Jüngling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben,
Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren.
Im Herzen kündet es laut sich an,
Zu was Besserm sind wir geboren!
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht.

 

Textdichter Friedrich Schiller
Lesung Gedichtvortrag

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