Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

18 
 Juli 
 
2011

 
 
25 
 Juni 
 
2011


 

Zwi-sch-sch-schen
Klopstocks Taktstock Maßesgab’
jugendlichem Schlage und
Schillers stillerS-angeskunst
herbstend reifer Tage
mischen frische nie
bisher vernommende
nun befrommende
Stimmen sich ein:
der Schallmey
ätherrein-
enden
Götter-
wein
.

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1 
 Januar 
 
2000

abgelegt in
Reimgedichte

 

Wahnsinnsergeben,
Falten von Gedankenstreben
schüttes Haar statt junggelockt
rauher Atem entfleuchend stockt
Knochenmürbe, sehnenschlaff
Gedankensprünge tälerklaff
fäusteballend in sich gekehrt
Ideenspalten immer währt
nächtlich fiebernd wachend
täglich besonnen lachend
Herzensgruft ist eingemodert
letztes Flammen schon verlodert
eingemottet
wurmzerrottet
die einst so erhabenen Ziele
durch des Alltags umklammernder Schwüle
zerbeißend
mit sibirischer Gestik-Küle
zerreißend
sich selbst vor Tugendtreue!

Und als ergebener Leue
des Vaterlandes ohne zögernde Scheue:

Beschöntes Trauerklagen,
Beträntes Wirmpernschlagen
im stillen Gemüte
ohne Blüte,
Kummerschmerz,
tränend’ Erz
wie Steineschmettern,
hagelndes Wettern,
schicksalserschüttert,
alsbald verwittert,
von Schauergedanken allseits umwittert
von einprallenden Alpen rings umgittert,
ausgelaugt,
ausgesaugt,
und zu nichts getaugt !!!

[2000]

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