Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

19 
 September 
 
2026

abgelegt in
Die Stoa | Epiktet

 

Aus dem „Handbüchlein der Moral“ des stoischen Philosophen Epiktet.
Eigene Nachdichtung.

Der Wille ist frei

Krankheit möge im Leid dich gar beugen, Gicht deine Glieder
lähmen, einzig allein der gefestigte Geist
mag Überwinder nur sein, dem nichts widerstrebet: kein Bollwerk
neid’scher Gesinnung, noch Zwietracht entschäumender Brust.

Lass‘ nicht durch äußere Wirren dir hemmen den Lauf, denn beflügelt
hebt des Genius‘ Geleit dich über Schluchten hinweg.

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#KörperUndGeist

 
 
30 
 August 
 
2018


 


Säule 28

Des Herzens Feuerschale
Körper und Geist



Aus den Briefen Epiktets [1]fiktiv
an Lucius Flavius Arrianus [2]Zusammenfassung aus: „Handbüchlein der Moral“
Verlage: Ad Fontes, Reclam, Anaconda
Wäre dein Aufschrei nicht groß, deine Gegenwehr gleichwohl nicht minder,
liefere man deinen Leib einem Tyrannen aus, der
frei dann verfüge über denselben, ihn zücht’ge nach Willkür,
geiß’le nach Sklavenmanier, wie’s ihm beliebet, ihm frommt?

Trotzdem erduldest mit leichterem Sinne es du, wenn dein Nächster
lüstern Besitz nun ergreift von deines Geists höher’m Schatz,
in deines Denkens frommer Gesinnung durch Streitsucht er Unmut
streut und erschüttert dein Herz!

Sage mir, schämst du dich nicht,
dass du niedrer erachtest den Geist als den Leib, der von ed’lerm
Gute doch ist und zur Freiheit erkoren uns ward?
→ zu Mnemosynes Geleit
→ Zenons Wandelhalle
→ Die stoischen Siegessäulen

Fußnoten[+]