| 6 September 2026 |
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Aus Epiktets „Handbüchlein der Moral“
Sprachaufnahme von 2018
Körper und Geist
Wäre dein Aufschrei nicht groß, deine Gegenwehr gleichwohl nicht minder,
liefere man deinen Leib einem Tyrannen aus, der
frei dann verfüge über denselben, ihn zücht’ge nach Willkür,
geiß’le nach Sklavenmanier, wie’s ihm beliebet, ihm frommt?
Trotzdem erduldest mit leichterem Sinne es du, wenn dein Nächster
lüstern Besitz nun ergreift von deines Geists eig’nem Schatz,
in deines Denkens frommer Gesinnung durch Streitsucht er Unmut
streut und erschüttert dein Herz!
Sage mir, schämst du dich nicht,
dass du nied’rer erachtest den Geist als den Leib, der von ed’lerm
Gute doch ist und zur Freiheit erkoren uns ward?
#epiktet #stoizismus #stoa #geist #körper
| 8 Dezember 2025 |
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#Gryphius #AnSichSelbst #Weimar #Parkhöhle #barock
An sich selbst (3/4)
Mein Körper ist nicht mehr
als Adern, Fell und Bein.
Das Sitzen ist mein Tod,
das Liegen meine Pein.
Die Schenkel haben selbst nun Träger wohl vonnöten.
Hier geht’s zum 1. Teil: https://youtube.com/shorts/L0AbRmRV10w
| 10 Juli 2021 |
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Säule 9 Des Herzens Feuerschale Der Wille ist frei |
an Lucius Flavius Arrianus [2]Zusammenfassung aus: „Handbüchlein der Moral“
Verlage: Ad Fontes, Reclam, Anaconda
lähmen, einzig allein der gefestigte Geist
mag Überwinder nur sein, dem nichts widerstrebet: kein Bollwerk
neid’scher Gesinnung, noch Zwietracht entschäumender Brust.
Lass‘ nicht durch äußere Wirren dir hemmen den Lauf, denn beflügelt
hebt des Genius‘ Geleit dich über Schluchten hinweg.
Fußnoten
| 30 August 2018 |
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Säule 28 Des Herzens Feuerschale Körper und Geist |
an Lucius Flavius Arrianus [2]Zusammenfassung aus: „Handbüchlein der Moral“
Verlage: Ad Fontes, Reclam, Anaconda
liefere man deinen Leib einem Tyrannen aus, der
frei dann verfüge über denselben, ihn zücht’ge nach Willkür,
geiß’le nach Sklavenmanier, wie’s ihm beliebet, ihm frommt?
Trotzdem erduldest mit leichterem Sinne es du, wenn dein Nächster
lüstern Besitz nun ergreift von deines Geists höher’m Schatz,
in deines Denkens frommer Gesinnung durch Streitsucht er Unmut
streut und erschüttert dein Herz!
Sage mir, schämst du dich nicht,
dass du niedrer erachtest den Geist als den Leib, der von ed’lerm
Gute doch ist und zur Freiheit erkoren uns ward?
Fußnoten
| 7 Mai 2018 |
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Säule 1 Des Herzens Feuerschale Unser Eigentum |
an Lucius Flavius Arrianus [2]Zusammenfassung aus: „Handbüchlein der Moral“
Verlage: Ad Fontes, Reclam, Anaconda
stehen in unserer Macht, andere wiederum nicht!
Über die wahren Besitztümer menschlichen Geistes gebietet,
herrscht die Vernunft, die da sind: Urteilsvermögen, Begehr
jedweder Art, Widerstreben und Bestreben all uns’res Tuns,
kurzum: der Willenskraft Werk, unseres Geistes Geblüm!
Nicht in uns’rer Gewalt, im Bezirke machtvollen Wirkens,
sind hingegen der Leib, gleichwohl von rühmlicher Kraft,
noch gehäuftes Vermögen, noch bekleidete Ämter,
Ansehn auch nicht, noch des Ruhms Liebschalle schmeichelnden Lobs!
Jenen Dingen entsage, nähr’n sie doch flüchtig dein Glück nur:
Freudiger Hoffnungen Wunsch flieht [3]entreißt sich der Verfügung Gewalt!
Fußnoten
| 14 April 2018 |
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Es verrät geistige Armut, sich dauernd mit dem Körper zu beschäftigen, zum Beispiel zu viel Sport zu betreiben, zu viel zu essen, zu viel zu trinken, zu oft seine Notdurft zu verrichten und seinem Sexualtrieb freien Lauf zu lassen.
Nein, diese Bedürfnisse sollte man nur nebenbei befriedigen, und die ganze Aufmerksamkeit gelte der Entfaltung der geistigen Anlagen.41, Körper und Geist





















