Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

27 
 September 
 
2019


 

Vielleicht alles eine Frage des Reframing

 
 
25 
 November 
 
2017


 

Sonett XXIV.

Mein Auge war ein Maler, der dein Bild
In meines Herzens Grund gezeichnet tief.
Mein Lieb umzirkt es wie ein Rahmenschild,
Und Malers beste Kunst ist Perspektiv:

Denn durch den Maler durchsehn mußt du sein Geschick,
Wenn du dein armes Bild willst finden, wo es liegt:
In meines Busens Schrein bis diesen Augenblick,
Darein dein Auge sich als Fenster schmiegt.

Sieh nun wie gut dein Auge dient dem andern!
Meins malt dein Bild, dafür, in meiner Brust
Wird deins zum Fenster, wo die Sonnenstrahlen wandern,
Durchblickend dich belauschen drin mit Lust.

Nur daß das Aug’ entbehret eines Lichts:
Es malt nur was es sieht, vom Herzen weiß es nichts.

 
 
4 
 September 
 
2017

abgelegt in
Gedankenschau
Schlagwörter

0

 

Ich hatte am vergangenen Wochenende durch einen Magen-Darm-Infekt genügend Zeit, über mein Leben nachzudenken, wobei ich Leben momentan mit der Aufrechterhaltung meines Stoffwechsels definiere.

Es ist sicherlich auch den vielen Wohnortswechseln geschuldet, die das Referendariat und die Anstellung an bisher zwei Schulen mit sich gebracht haben und sich somit kein soziales Netzwerk etablieren konnte.

Es fehlt mir fundamental der Anschluss zu Literaturbegeisterten, geistigem Austausch und Lebensperspektive im momentanen Buchen, dem Ödland des Herzens.

Auf jeden Fall läuft etwas gewaltig schief, wenn ich nach 2 abgeschlossenen Berufsausbildungen und einem abgeschlossenen Hochschulstudium immer noch weniger Sozialkontakte habe als manch arbeitsunwilliger Harz-4-ler, der sich mit seinen „Leidensgenossen“ dionysisch im Park vergnügt.

Mosbach? Buchen?
Wieso begebe ich mich -verdammt nochmal- immer wieder blauäugig in perspektivlose Lebenssituationen, die in sozialer Einzelhaft enden?

Ich habe nicht wirklich Lust mehr zu leben und muss mir deshalb ein anderweitiges Leben suchen, das mich ausfüllt, geistig ergänzt und Perspektiven schafft.