| 9 Mai 2016 |
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„Liebe“ ist kein Zustand, mehr ein (Annäherungs-)Prozess gemeinsamen und gegenseitigen Entdeckens auf gleicher Augenhöhe, den Anderen (selber-)entdecken(-lassen) und nicht (fremd-)akzeptieren vorgesetzter Tatsachen.
Nachtrag vom 06.05.2018
„Liebe“ ist für mich ein pseudoromantischer Begriff / Fehlgriff, ein Passepartout für alle möglichen Regungen emotionaler Natur: „Ich liebe Erdbeer-Eis“, „Ich liebe den blauen Himmel“, „Ich liebe die bunten Blätter im Herbst“, …
Ich vermeide daher den Begriff „Liebe“ aufgrund seiner Bedeutungsüberfrachtung und wähle lieber den Begriff „Seelenverwandschaft“, „Gleichklang der Gemüter“, wobei bei letzterem nicht unbedingt die selbe Melodie auf gleichem Instrument gespielt werden muss, es dürfen auch, sofern sie harmonisch sind, auch Dreiklänge (keine Dreierbeziehung!) gespielt werden.Ebenso halte ich auch nichts von „Treue“, sondern mehr von einem „(geknüpften) Herzensband“.
Mein Hund ist mir „treu“, weil ich sein Alphamännchen bin und weil er sein Fressen von mir bekommt.
Und nebenbei kann ich heutzutage auch „Treuepunkte“ in jedem Discounter sammeln…
| 22 Juli 2015 |
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Niemals zuvor empfand ich Sterblicher mich diesen Heroen
musischen Genius‘ näher gerückt und fühle mit ihnen
gleichen Puls schlagen, fühle gleiches Herz pochen im Busen.
| 13 August 2011 |
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Deinem gleisenden Sonnentempel gleich,
strahlender Helios,
der nach weilender Siegesmacht
nachtesnahend nunmehr den matten Heldentod
blutzerfließend im finsteren Schattenmeer erstirbt,
so lass der Seele wankender Säulenbau mir erbeben!
Lass die meinige Schmerzensglut
im heilenden Lebensschoße weiblichen Gefildes
in laut’ren Marmortränen sich ergießen
und Lind’rung widerfahren!
Lass schmiegender Hände Streicheswalten
die aufgescheuchten Seelenwogen
besänftigend mir ebnen!
Lass den fliederduften Haareswall
mich bergen in seinem schattigen Elysium,
entreißend dem irdischen Wahne,
des Schicksals rauer Odem!
Lass im flammenden Augenschein ruhenden Trostes
der Seele Einklang mich erlauschen
und dann in Ihres Schoßes Purpurmantel,
seligste aller Stätten,
auf ewig mich versenken!
| 17 Juli 2011 |
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Eifer nicht nach, den richtigen Deckel zu deinem Gefäß zu
finden, es bedarf des Verschlusses doch nicht!
Der Feuerherd selbst, von der Liebe beschürt,
sollte vielmehr zum Sieden dich bringen.
Wird die Glut nicht geschürt, nützet ein Deckel auch nichts!
| 25 Juni 2011 |
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Sei gegrüßt! Ein Klassik-Liebhaber (sowohl Musik als auch Literatur) sucht auf diesem Wege ein schreibendes Gegenüber.
Nebst einer Vorliebe für Lyrik sollte sein Aug‘ nicht nur an irdisch vergänglichen Dingen verweilen, sondern zum Götterhimmel forschend aufschauen. Mit ihm den Olymp zu erstürmen und die Himmlischen in Versen zu besingen, ist mein sinnend Trachten.
Wohlan, lass deiner Worte munt’res Weben voller Anmut niederschweben, heiter federschwingend!
Zuschriften bitte nur ernstgemeint und im griechischen Versmaß! 🙂
| 22 Juni 2007 |
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Neujahrsnacht
Wunderlich hebt sich der traumbildgenährte, nun erdengelöste
Sternenblick tränenbeglänzt sinnend zum Himmelsgewölb:
Schöner Momente zerronnenen Jahres im Rückblick gedenkend,
kommender Tage getrost schauend im stillen Gemüt,
wenn im unendlichen Raume der himmlischen Sphären dem Aug’ sich
gleisend das buntfarb’ne Lichtspiel offenbart und zum Tanz
schimmernden Reigens sich freudig gesellt ein durchwogender Klang, der
laut sich verkündet im Chor hellen Raketengeheuls.
Andächt’ges Schauspiel am Nachtfirmament, indem Farbe und Ton in
eins zu verschmelzen gedenkt, sinnlich im Äther vereint.
Chatgeflüster
Gleich dem belustigten Spiele am nächtlichen Himmel ist seltsam
menschliches Tun nun berührt, einsam im stillen Gemach:
Hoffnungsfroh neigt sich von Neugier getrieben der schläfrig umflorte
Schleierblick, morpheusbeschattet, forschend ins Forum des GF.
Liebliche Nachricht im Postfach fernerer Herkunft empfangend,
Munter das eigne Profil schreibend in güld’ner Manier.
Wenn im unendlichen Datenbestande sodann beim Durchblättern
preisend ein anmut’ges Lichtbild man gewahrt und zum Glanz
edelster Linien sich staunend gesellt ein liebschallender Text, so-
dann sich verkündet der Drang hellen Jubelgesangs.
Fröhlich Ereignis im künstlichen Raume, wo Sehnen und Wünschen
endlich Erfüllung erlangt, Seelenverwandtschaft sich tagt.




























