Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

11 
 November 
 
2017

abgelegt in
Buchen | Gedankenschau | Trilogie

 

Der Notenwert einer Note gibt in der Musik Aufschluss über ihre Tondauer im Verhältnis zu weiteren Noten. Die Ableitung der absoluten Tondauer einer Note kann nur in Verbindung mit einer Tempoangabe erfolgen, da die Notenwerte selbst nur das Verhältnis der Notenlängen zueinander anzeigen.

Quelle: WikiPedia


Das mono-tone Treppenhaus
Ton-Stufen marmorner Reine

 
Singulärer Klang
schwang sich entlang
geländerten
Balkens im Aug’
eig’ner Betrachtung,
narzistisch verstiegen,
liebsäuselnd
um’s eigene Haupt.

 
SELBSTLAUT nur,
Vokalis immer schon ge-Wesen …

 
[1]Wiederholung ad libitum

? G#-reif’ zum Ak- -ko- -rd
höherer Einheit!
Walle, erschalle
im rein gesellten Halle!
?

 

 
… oder
verstumme
nur
im Weltengerausche
als dumme

 
?
[2]Fermate
[…]oder dem Solisten signalisiert,
diese Stelle nach seinem individuellen Bedürfnis zu verzieren[…]

selbstverliebte Partitur
wohl kastrierter Klänge!

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Fußnoten[+]

 
 
14 
 September 
 
2016

abgelegt in
Gedankenschau

 

Aquo-portero [1]Wasserträger

En mea vivo me faris multa erari. [2]In meinem Leben machte ich viele Fehler.
sed me penantis adsupre

aber als ich jeweils zur Linken und Rechten ein Sixpack Mineralwasser San Benedetto die Stufen meines Treppenhauses empormühte, wusste ich : 18 Liter (!) Wasser können in diesen Tagen kein Fehler sein.

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Fußnoten[+]

 
 
6 
 April 
 
2016

abgelegt in
Gedankenschau

 

Ein Paar wird zu einer Feier eingeladen.
Diese Feier findet im 10. Stock eines Hochhauses statt.
Das Stockwerk ist über Treppenaus oder Fahrstuhl zugänglich.

Der Mann zog sich bereits vor Wochen eine Fußverletzung zu, sodass ihm aufgrund der ärztlichen Verordnung, den Fuß nicht zu belasten, er das Treppensteigen vermeiden sollten und eher nach Möglichkeit Fahrstühle verwenden sollte.
Die Frau indes hat aufgrund einer Negativerfahrung Platzangst und bekommt in engen Räumen (wie z.B. auch in Fahrstühlen) Panikattacken. Sie zieht daher bei größeren Wohnanlagen stets das Treppenhaus dem Fahrstuhl vor.

Dementsprechend ist das Erreichen des 10. Stockwerks für beide vorgeschreiben:
Er fährt Fahrstuhl, allerdings nicht aus Bequemlichkeit oder mangelndem Beschützerinstinkt der Frau gegenüber.
Sie benutzt das Treppenhaus, allerdings auch nicht aus sportlichem Eifer heraus oder eventuell mangelnder Gehhilfe dem Manne gegenüber.
Beide MÜSSEN unterschiedliche Wege gehen, OHNE dass der eine den anderen vernachlässigt.
Beide sollten sich daher nicht gegenseitig Vorwürfe machen aufgrund des gegebenen Alleinganges.
Der Mann will schon, kann aber nicht bzw. die Frau will gleichfalls, kann aber auch nicht. Pflichtvergessenheit wäre hier das falsche Wort.

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