Wilde Reise durch die Nacht

Walter Moers - Wilde Reise durch die Nacht

Wundersame Erzählung, in Metaphern gekleidete (Entwicklungs-)Aufgaben eines ins Erwachsenenalter tretenden jungen Menschen.

Anfangs dachte ich, dass das zu Beginn durch zwei Zwillingstornados verursachte Schiffsunglück (künstlich umgrenztes, sichere Ich oder auch Gebärmutter) einen Geburtsvorgang beschreibt und der personalisierte Tod (Trennung) die Loslösung vom mütterlichen Versorungskreislauf oder gar Elternhaus verbildlicht.

Die mythisch anmutenden Holzstiche von Gustave Doré runden das Stimmungsbild der sagenhaften Erzählsprache ab.


Holzstiche von Gustave Doré

Religiöser Wahnsinn

Der Pantheismus lehrt, dass Gott/die Natur in seiner/ihrer Allmacht nicht auf ein paar (Buch-)Seiten REDUZIERT werden darf und schon das “Einpressen” zwischen zwei Buchdeckeln Verrat/Gotteslästerung darstellt.

Wie dieses meist ideologisch-motivierte-instrumentalisierte Buch in welcher wahren oder unwahren Religion heißt, spielt eigentlich keine Rolle.

Aber egal, Gott/die Natur lässt sich von keiner Glaubensgemeinschaft beleidigen/reduzieren/instrumentalisieren und wusste dies in der Geschichte schon immer zu korrigieren. Dahin zielt mein Gottvertrauen…

Der übliche Massenwahnsinn