Lyrik ~ Klinge
Versuch einer Dichtung          

4 
 August 
 
2011


 

Prosa frommt nicht unbedingt dem menschlichen Geist, seinem sprachlichen Ausdruck, dem „Flügel ziemen“ (Cyrano).

Der goldene Mittelweg zwischen dem duftigen Wald-und-Wiesenpfad der Prosa und dem harten Steinpflaster des metrischen Pilgerwegs ist und bleibt für mich immer noch die leichtfüßige Hexameterdichtung, die sich im Deutschen fast schon von selbst dichtet (unter Einstreuung von 3-silbigen Wörtern, des Partizip Präsens und Perfekts, Inversionen, …).
Und wir wollen in diesem Punkt den zahlreichen Übersetzern von Homers Dichtungen durchaus Glauben schenken.

Hexameterdichtung lässt in der Wortwahl viel Freiheiten, geißelt nicht mit Reimvorgaben und ist andererseits ein Garant(!) für den Sprachfluss.

Daktylen müssen dem europäischen Ohr wohlklingen, wie der Dreivierteltakt des Walzers.
Und wie der Goldene Schnitt die richtigen Proportionen sicherstellt, so verteilt auch der Hexameter audiophil die Silbenmasse.

 
 

3 Kommentare zu “Vorzüge der Hexameterdichtung”

  1. Maria Kempf sagt:

    stellt sich nur die Frage, vom Forum in den Blog kopiert oder umgekehrt? 🙂

    1. Ralph sagt:

      Vom Forum in den Blog, d.h. mein Forumsbeitrag in meinen persönlichen Blog, mit kleinen Korrekturen… 😉
      Da für mich der Blog auch Tagebuchcharakter hat, finden dort auch durchaus Gedanken Eingang, die ich anderswo bereits schriftlich niedergelegt habe, weil sie meine momentane Gesinnung widerspiegeln.
      Ich finde das aber durchaus legitim. 🙂

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