Lyrik ~ Klinge
Versuch einer Dichtung          

13 
 Juni 
 
2017


 

Foto (bearbeitet)
Carl Gustav Carus

 
Musik
Hector Berlioz [1]Ungarischer Marsch
Wunder
abendrötlich flammend
du Glückspilz, mein,
schimmerst in schneeiger Reine
leuchtest-mir-Trost-im-Dunkelwald
→ zu Mnemosynes Geleit
Morpheus‘ Schoß

Fußnoten   [ + ]

 
 
25 
 März 
 
2017


 

Musik
Wojciech Kilar [1]Twilight Cellos

Der Erinnerung Unsterblichkeit [2][ geschrieben in Unterschwarzach, 2002]

Trau’re doch nicht dem erblühten Gedanken des lichten Momentes
bittere Perlenflut nach, wenn die mächtige Hand
nachtenden Scheines nun jäh dein Gedankenreich deckt mit Vergessen,
jenen sonnigen Hain hüllet ins Schattengewand,
dem der zärtliche Lichtstreich der Freiheit einst Prachtwuchs bescherte.

Nun, der Lichtflut beraubt, rückt das Gefild der Ideen
tauchend ins Schattenreich ab. Es entschwelgt das selige Schauen…
Sei getrost und erfreu himmlischer Gabe dich doch,
dass der Freiheit Sommerwind streichend den Forst mild durchglänzte,
deinen geheiligten Grund blumen Geistes Bezirk!

Geistesblüten, sie welken nicht. Morpheus [3]Gott des Schlafes, die nächtliche Gottheit,
bangt um den lieblichen Reiz. Treu im Liebesarm wiegt
sicher den Liebling er, deckt mit ambrosischem Schlafe die Blüte,
mattet das Farbengewand und, mit sachtem Geschick,
senkt er den Kelch des Geblüms zum Schoße der schwärzenden Erde,
senkt in den ruhenden Schoß sinnenden Herzensgrund ihn.

Heilige Erde, du Heimstatt der scheuen Gedanken, beherberg’
frei die verwaiste Geburt geistigen Adels. Gewähr’
fürstlich ein Obdach dem nächtlichen Gaste in deinem Schoße.
Gönn’ dem untadligen Schlaf kühlende Ruhstatt gelind!

Reich der liebkosenden Schatten, oh weile als wachender Hüter,
bis im dämmernden Tal purpur Aurora [4]Göttin der Morgenröte entflammt,
wo mit loderndem Brand sie Helios’ [5]Der Sonnengott Auge beschüret.

Schimmernd woget die Glut übers Gefild der Ideen,
Nebel verziehen im Blumenhain, Schatten, sie weichen entmachtet.
Siehe, da neigt das Geblüm schmiegend dem Lichtstreich sich zu,
badet sich munter im warmen Lichtmeer erwachenden Tages.

Und Mnemosyne [6]Göttin des Gedächtnisses daselbst küsst es mit Morgentau wach.

→ zu Mnemosynes Geleit
Eherne Welt

Fußnoten   [ + ]

 
 
26 
 Februar 
 
2017

abgelegt in
Akrostichon | Gedankenschau

 

Gnadenersuch ins
Alltagsentschlag’ne
Refugium,
Trost
Erhoffend.
Neue
Lieder
Anstimmend,
Unlängst
Bacchus
Ergeben [1]erlegen.

 

Kerl wach uff – Hinne Houch

Erklärung auf storymacher

… un voana nunna [der Rotwein]

Fußnoten   [ + ]