Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

22 
 Mai 
 
2021


 

Quelle: GOETHE – PUR

Ihr Kanal, Herr Krämer-Jenster, ist ein Quell von Goethe-Weisheiten und sprachlichen Genusses.
Bitte löschen Sie diesen Kanal NICHT und/oder belassen Sie ihn, sollten sich Ihre Interessensfelder verlagern, zumindest als ARCHIV.
Als “Stream” lässt es sich dann noch besinnlicher durch den “Park an der Ilm” vorbei an Goehte’s Gartenhaus lustwandeln.

Ihr Stimme erinnert mich hinsichtlich des getragenen Tones sehr an einen anderen Schauspieler/Synchronsprecher, von dem ich bereits eine Vertonung von Goethes “Werther” mehrmals gelauscht habe, dessen Name mir aktuell aber entfallen ist.

 
 
25 
 April 
 
2021

abgelegt in
Gedankenschau | Twain, Mark
 
 
6 
 April 
 
2021


 

 
Letzte Worte // Fausts Vision

 
Ein Sumpf zieht am Gebirge hin,
Verpestet alles schon Errungene.
Den faulen Pfuhl auch abzuziehen,
Das letzte wär das Höchsterrungene.
So eröffne ich Räume vielen Millionen,
Nicht sicher zwar, doch tätig frei zu wohnen.
Grün das Gefilde, fruchtbar! Mensch und Herde
Sogleich behaglich auf der neusten Erde.
Als Gleiche angesiedelt an des Hügels Kraft,
Den aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft!
Im Innern hier ein paradiesisch Land,
Da rase draußen Flut bis auf zum Rand,
Und wie sie nascht, gewaltsam einzuschießen,
Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.
Ja! diesem Sinne bin ich ganz ergeben,
Das ist der Weisheit letzter Schluss.
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss!
Und so verbringt, umrungen von Gefahr,
Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.
Solch ein Gewimmel möcht ich sehn,
Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn!
Zum Augenblicke dürft ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
Es kann die Spur von meinen Erdentagen
Nicht in Äonen untergehn. –
Im Vorgefühl von solchem hohen Glück
Genieß ich jetzt den höchsten Augenblick …