Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

30 
 November 
 
2025


 

Du meine Seele, du mein Herz,
Du meine Wonn‘, o du mein Schmerz,
Du meine Welt, in der ich lebe,
Mein Himmel du, darein ich schwebe,
O du mein Grab, in das hinab
Ich ewig meinen Kummer gab.

Du bist die Ruh, du bist der Frieden,
Du bist vom Himmel mir beschieden.
Dass du mich liebst, macht mich mir wert,
Dein Blick hat mich vor mir verklärt,
Du hebst mich liebend über mich,
Mein guter Geist, mein bessres Ich!

Du meine Seele, du mein Herz,
Du meine Wonn‘, o du mein Schmerz,
Du meine Welt, in der ich lebe,
Mein Himmel du, darein ich schwebe,
Mein guter Geist, mein bessres Ich!

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Download: https://archive.org/details/WidmungOp.25No.1holzmair

Komponist: Robert Schumann
Bariton: Wolfgang Holzmair
Klavier: Imogen Cooper

#rückert #widmung #robertschumann #WolfgangHolzmair #ImogenCooper #Kunstlied

 
 
23 
 November 
 
2025


 

Text: Friedrich Rückert
Vertonung: Franz Schubert Schubert (D. 776)
Tenor: Dietrich Fischer-Dieskau
Piano: Gerald Moore

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Du bist die Ruh‘

Du bist die Ruh‘,
der Friede mild,
die Sehnsucht du,
und was sie stillt.

Ich weihe dir
voll Lust und Schmerz
zur Wohnung hier
mein Aug‘ und Herz.

Kehr‘ ein bei mir,
und schließe du
still hinter dir
die Pforten zu.

Treib‘ andern Schmerz
aus dieser Brust!
Voll sei dies Herz
von deiner Lust.

Dies Augenzelt,
von deinem Glanz
allein erhellt,
O füll es ganz!

 
 
1 
 April 
 
2025


 


Auszug aus „Cyrano de Bergerac“

Wie voll mein Herz von Zärtlichkeit gewesen,
hast Du’s geahnt ?
Nie mehr, aber auch nie mehr
wird mein trunkener Blick nie mehr
in seliger Lust
die Lüfte küssen, die Du Zauberin
mit lieblichen Gebärden sanft bewegt.

Wie Deine Hand sich an meine Stirne legt,
ich seh’s im Geiste und Grüße send‘ ich hin.
Mein ganzes Herz ist auch im Tode dein
und alle Glut, die liebend ich Dir zolle,
flammt noch in meiner Augen letztem Strahl.

 
 
31 
 März 
 
2025


 


Auszug aus „Cyrano de Bergerac“

Wird man denn durch einen Kuss zum Diebe ?
Er ist ein trauliches Gelübde nur,
ein zart Bekenntnis, ein gehauchter Schwur.
Ein Rosenpünktchen auf dem „i“ der Liebe,
ein Wunsch, dem Mund gebeichtet statt dem Ohr.
Ein liebliches Geräusch wie Bienensummen,
ein Traum der Ewigkeit, ein duftiges Verstummen,
die Seele schwebt zum Lippenrand empor
und gibt sich als ein süßes Naschwerk hin.

 
 
28 
 Februar 
 
2022


 

Für mich ein Gebet an den Höchsten

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D. 776
Franz Schubert – Komponist
Franz VÖLKER – Tenor

Aufnahme von 1928
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Du bist die Ruh‘,
der Friede mild,
die Sehnsucht du,
und was sie stillt.

Ich weihe dir
voll Lust und Schmerz
zur Wohnung hier
mein Aug‘ und Herz.

Kehr‘ ein bei mir,
und schließe du
still hinter dir
die Pforten zu.

Treib‘ andern Schmerz
aus dieser Brust!
Voll sei dies Herz
von deiner Lust.

Dies Augenzelt,
von deinem Glanz
allein erhellt,
O füll es ganz!
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Download: https://archive.org/details/volker-du-ruh

 
 
25 
 Januar 
 
2020


 

Als ehemaliger Pfarrer spricht Unglaub – nach einem beherzten Sprung von der Kanzel – als „Sohn des Berges“ (Hölderlin) in den (noch) heiligeren Bezirk unserer Herzen, nach Paulus des Einen wahre Wohnstätte.

DICHTUNG Rainer Maria Rilke
LESUNG Reiner Unglaub
BEREITSTELLUNG LYRIK & MUSIK


 

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Siehe, wie klein dort,
siehe: die letzte Ortschaft der Worte, und höher,
aber wie klein auch, noch ein letztes
Gehöft von Gefühl. Erkennst du’s?
Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund
unter den Händen. Hier blüht wohl einiges auf; aus stummem Absturz
blüht ein unwissendes Kraut singend hervor.
Aber der Wissende? Ach, der zu wissen begann
und schweigt nun, ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.
Da geht wohl, heilen Bewußtseins,
manches umher, manches gesicherte Bergtier,
wechselt und weilt. Und der große geborgene Vogel
kreist um der Gipfel reine Verweigerung. – Aber
ungeborgen, hier auf den Bergen des Herzens…