Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

3 
 Februar 
 
2022

abgelegt in
Christentum | Lieder

 

1.
Ich bin durch die Welt gegangen,
und die Welt ist schön und groß,
und doch ziehet mein Verlangen
mich weit von der Erde los.

2.
Ich habe die Menschen gesehen,
und sie suchen spät und früh,
sie schaffen und kommen und gehen,
und ihr Leben ist Arbeit und Müh.

3.
Sie suchen, was sie nicht finden
in Liebe und Ehre und Glück,
und sie kommen belastet mit Sünden
und unbefriedigt zurück.

4.
Es ist eine Ruh vorhanden
für das arme, müde Herz.
Sagt es laut in allen Landen:
Hier ist gestillet der Schmerz.

5.
Es ist eine Ruh gefunden
für alle, fern und nah:
in des Gotteslammes Wunden,
am Kreuze auf Golgatha.

Text:

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Musik:
Download von:
https://www.sermon-online.com/de/contents/16967

Text:
Eleonore Fürstin Reuß (*1835 †1903)

Melodie:
Karl Kuhlo (1885)

 
 
31 
 Januar 
 
2022

abgelegt in
Christentum | Gebete

 

Fæder ūre þū þe eart on heofonum
sī þīn nama gehālgod
tōbecume þīn rīce
gewurþe þīn willa
on eorðan swā swā on heofonum
ūrne gedæghwāmlīcan hlāf syle ūs tō dæg
and forgyf ūs ūre gyltas
swā swā wē forgyfað ūrum gyltendum
and ne gelǣd þū ūs on costnunge
ac alȳs ūs of yfele. Sōþlīce.

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Vater unser, du der bist im Himmel,
Sei dein Name geheiligt.
Komme dein Reich.
Geschehe dein Wille
auf Erden so wie im Himmel.
Unser tägliches Brot gib uns heute
Und vergib uns unsere Schuld
so wie wir vergeben unsern Schuldigern.
Und nicht führe du uns in Versuchung
sondern erlöse uns von Übel. Amen.

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Quelle (Text und Audio):
Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Altenglisch#Text-_und_H%C3%B6rbeispiele

 
 
25 
 Januar 
 
2022

abgelegt in
Christentum | Lieder

 

1. Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein’ höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.

2. Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.

3. Der Anker haft’ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.

4. Zu Bethlehem geboren
im Stall ein Kindelein,
gibt sich für uns verloren;
gelobet muß es sein.

5. Und wer dies Kind mit Freuden
umfangen, küssen will,
muß vorher mit ihm leiden
groß Pein und Marter viel,

6. danach mit ihm auch sterben
und geistlich auferstehn,
das ewig Leben erben,
wie an ihm ist geschehn.[1]

7. Maria, Gottes Mutter,
gelobet musst du sein.
Jesus ist unser Bruder,
das liebe Kindelein.

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Musik:
Download von:
https://www.sermon-online.com/de/contents/22180

Text:
nach Johannes Tauler (1300-1361)
von Daniel Sudermann (1550-1631)

Melodie:
Köln 1608