Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

14 
 April 
 
2018

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Die Stoa | Epiktet | Philosophie

 

  • Über das eine gebieten wir, über das andere nicht. Wir gebieten über unser Begreifen, unseren Antrieb zum Handeln, unser Begehren und Meiden, und, mit einem Wort, über alles, was von uns ausgeht; nicht gebieten wir über unseren Körper, unsern Besitz, unser Ansehen, unsere Machtstellung, und mit einem Wort, über alles, was nicht von uns ausgeht.
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  • «Du bist ein Bruchstück Gottes. Du hast einen Teil Gottes in dir […].
    Du trägst Gott überall mit dir, Unseliger, und weißt es nicht.
    Du glaubst, ich spreche von einem äußerlichen Gott aus Silber und Gold?
    Du trägst ihn in dir und bemerkst es nicht, dass du ihn durch deine unreinen Gedanken und schmutzigen Taten besudelst.
    Vor einem Bilde Gottes würdest du nicht wagen, etwas von dem zu tun, was du nun tust. Vor Gott selbser aber, der in dir gegenwärtig ist und alles sieht und hört, schämst du dich nicht, solche Dinge zu denken und zu tun, o Mensch, der du deiner eigenen Natur nicht bewusst bist, du Gegenstand des göttlichen Zorns» (Dissertationes 2,8,11-14). [1]Die Nähe zum Neuen Testament ist spürbar: «Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst.» (1.Korinther 6:19).

Fußnoten   [ + ]

 
 
14 
 April 
 

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Es gibt einen Punkt im L(i)eben, indem ein Reifezenit erreicht wird, wo Sex -nach Immanuel Kant- nicht der gegenseitige Gebrauch der Geschlechtsorgane darstellt, sondern nach Hölderlin die Sprache der Liebenden, als nonverbales Mitteilungsmittel der Seele.

Sprache der Liebendenden

 
 
14 
 April 
 

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Es verrät geistige Armut, sich dauernd mit dem Körper zu beschäftigen, zum Beispiel zu viel Sport zu betreiben, zu viel zu essen, zu viel zu trinken, zu oft seine Notdurft zu verrichten und seinem Sexualtrieb freien Lauf zu lassen.

Nein, diese Bedürfnisse sollte man nur nebenbei befriedigen, und die ganze Aufmerksamkeit gelte der Entfaltung der geistigen Anlagen.

41, Körper und Geist