| 8 August 2012 | |
Seyd gegrüsst, ihr Zurückgebliebenen fernen Gefildes
Heimatland! Gleichwohl die See schäumend hier Urgewalt speit,
wolkenverhangen der heiteren Sonne Antlitz sich birget,
Sturm die Dünen durchpflügt, tobt auf dem Schachbrette auch
roher Gewalten Ungemach, mir zur verfinsternden Miene.
Ob des Spiels Wogen gezähmt, heut‘ der Erfolg mir auch scheint?
| 29 Juli 2012 | |

Bildquelle: Who’d be
119th Scottish Chess Championships
Entweder reine Prophylaxe gegen Hyperventilation in einer schwindelerregenden Stellung mittels Einatmung des Kohlendioxides oder ein Timebandit, der dem Gegner wertvolle Bedenkzeit zu stehlen erhofft!
Klasse Foto!
| 8 Juni 2012 | |

GM Alexander Berelowitsch
Es ist eine Sache, als Schachgroßmeister ein gegenüber sitzendes kleines (Flacker-)Licht zwischen dem 20. und 30. (Atem-)Zug mit positionellem Spielhauch auszublasen.
Größer noch aber nenne ich jenen, namentlich GM Alexander Berelowitsch, der es versteht, ein Teelicht zu kontrollieren, der…
- … seinen Gegner einerseits als Flamme noch „atmen“ lässt, dass sie nicht vorzeitig resignierend erlischt.
- … seinen Gegner andererseits aber auch nur soviel „Brennwachs“ zuführt, soviel Nahrung spieltechnischen Potentials zukommen lässt, dass der Docht nicht hoffnungsvoll auflodert und (bauern-)brandschatzraubend die Stellung niederbrennt.
GM Alexander Berelowitsch ist kein Pyromane, er ist ein Meister der Kontrolle, der es versteht, dass ein Teelicht schadlos von alleine abbrennt, nach einer wärmespendenden Partie umlagerter Kiebitze.
Dabei folgt Berelowitsch streng der Maxime eines anderen achtungswürdigen Großmeisters:
Man sollte dem Gegner die Möglichkeit geben, seine eigene Stellung zu ruinieren!
| 31 März 2012 | |

M.C. Escher
Ja, ich bin PAZI-FIST auf dem Schachbrett.
Ruhige Stellungen liebend wie der PAZI-fik, der Stille Ozean, selbst.
Andererseits kräuselt sich aber auch jene friedvolle Brettoberfläche zu leichtem Wellenschlag, schwillt diese trügerische Stille mit einer Bauernwelle zu einem (Königs-)Sturm an und mit Abschlag betonten Zugfolgen kämpfe ich mit harten Bandagen („FIST„).
Ich vereine Eros und Thanatos gleichsam in mir.
| 7 Januar 2012 | |
Du kannst es [hier:die Stellung] nicht mehr halten?
Dann geh‘ doch auf die Toilette!
Sicherlich kocht ein GM auch nur mit Wasser, aber während ich mit Leitungswasser koche, kocht ein GM eben mit Weihwasser!
Aufgrund seiner Passivität ist das kein Turm, sondern ein Wurm!
*in den Bart murmelnd*
Die Bauerngabel wird mir die materielle Ehre wieder herstellen *grübel*…
Vereinsblitz bei Kaffeetrunk. Ein Kollege spült schon einmal die Kaffeetassen.
„Während wir noch spielen, darfst du schon spülen, aber blitzen (vor Sauberkeit) sollen sie (hier: die Tassen) hinterher auch!“
Nach stundenlangem Sitzen am Schachbrett stand er schlecht.
| 23 Dezember 2011 | |

Bildquelle: Schachblätter
Für mich wirkt dieser Stellungstyp doch sehr bedrohlich!
Welch‘ Ungemach sich hier wohl zusammen-braut?
Allein schon wie der überdimensionierte schwarze (müller’sche) Turm nach Räumung des Figurenkastens über die K-Linie in die weiße Stellung eindringt. Oder soll ich sagen: Eintrinkt?
Schwarz hat (am Flaschenhals) gezogen und -trotz Siegestaumel- steht er noch klar auf Gewinn (-+).
Biertrübe Aussichten für Weiß!

























