Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

20 
 März 
 
1995


 

17., 18., 19., 20. /03/95

Wenn die Lippen zaghaft zittern,
so muß ich mich fürchten und ahnend wittern,
daß dem Herzen entsprungene Gedanken,
beflügelt durch den Lebenshauch
vom Lebensodem angehaucht
die gleitend zum Mund empor sich ranken
doch vergehn wie Schall und Rauch

und die Zunge gelähmt
sich eines Lautes grämt

Hilflos sich sich schnell verfangen
in der Stummheit Pranken
der Redefluss gerät ins Wanken
und ich Ärmster muß arg bangen.

Die Sprache, sie stockt, die Zung’ ist gelähmt,
mir’s nicht frohlockt, daß sie sich jeglichen Lautes grämt.
Ich könnt’ vor Scham im Boden versinken
zerfressen von der Schande
sodann dem Leben Abschied winken
getrieben an des Wahnsinns’ Rande.

Meine Zunge ist wie von Gicht geplagt,
sie schändlich mir den Dienst versagt.

Drum sei mein Freund, Du Federhalter,
ergeben als der treue Verwalter (??? nicht Gott ???)
meiner reichen Gedankenwelt.
Husch’ übers Papier, sollst nicht verweilen,
faß’ die Gefühle in liebliche Zeilen,
wie es ist um mich bestellt.

0
 
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.