Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

14 
 Februar 
 
2017


 

Klingsors letzter Sommer (Auszug)

Inhalt:Die Erzählung handelt von Klingsors letzten Monaten. Gezeichnet von der Angst vor dem bevorstehenden, schon mehrfach hinausgeschobenen Tod, versucht er, die ihm verbleibende Zeit bestmöglich zu nutzen. Die Tage verbringt er mit rauschhafter Hingabe an seine Kunst. In grellen Farben malt er die Landschaft „in jenen südlichen Gegenden um Pampambio, Kareno und Laguno“ mit ihren „Judasbäumen, Blutbuchen und Eukalyptus“. Die Nächte verbringt er in Grotti beim Wein oder in den Armen schöner Frauen. Schlaf gönnt er sich mit Blick auf die Kürze der ihm verbleibenden Zeit sehr wenig, was seine ohnehin bereits angeschlagene Gesundheit weiter zerrüttet. Die Tage loderten indes, so lange sie waren, weg wie „brennende Fahnen“.

Gesellschaft leistet ihm mitunter Louis der Grausame, der ein unstetes Wandervogel-Leben führende Malerkollege, mit dem Klingsor nicht nur seine Kunstauffassung, sondern auch seine Vorliebe für die „heiteren Dinge“ des Lebens wie Mailänder Schnitzel, Birnen mit Gorgonzola oder Benediktiner teilt. Klingsor leidet bisweilen darunter, dass sein Freund Louis für die ihm selbst eigene Schwermut und Larmoyanz wenig Verständnis aufbringt und sich davon zwischendurch immer wieder zur Abreise genötigt sieht. Protagonist der Erzählung ist der Maler Klingsor, eine Figur, die später mehrfach in Hesses Erzählung Die Morgenlandfahrt von 1932 auftauchen wird. Thematisch wird der kreative und künstlerische Schaffensprozess und die damit verbundene Energieaufwendung dargestellt sowie die mit dieser Entfesselung verbundenen Gedanken, Hoffnungen, aber auch Ängste. [1]Quelle: Wikipedia

Dichtung Hermann Hesse
Lesung Gert Westphal
Bereitstellung Lyrik & Musik
Malerei Odd Nerdrum
Musik 8Dawn – hear my help
  Hinkstep – a generation lost in space

Fußnoten   [ + ]

 
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.