Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

23 
 April 
 
2018

abgelegt in
Gedankenschau

 

Es ist im Alltag oft schwierig, einen Gedanken konsequent linear zu enden zu denken.

Meist verbleiben die Gedanken in einem zirkulären Stadium, in einer Art rekursiven Endlosschleife, die aber eigentlich durch einen qualitativen Gedankensprung aus diesem Kreislauf ewig gedachter Wiedergeburten ins Nirwana einer Endlösung eingehen möchten.

 
 
14 
 April 
 
2018

abgelegt in
Die Stoa | Epiktet | Philosophie

 

  • Über das eine gebieten wir, über das andere nicht. Wir gebieten über unser Begreifen, unseren Antrieb zum Handeln, unser Begehren und Meiden, und, mit einem Wort, über alles, was von uns ausgeht; nicht gebieten wir über unseren Körper, unsern Besitz, unser Ansehen, unsere Machtstellung, und mit einem Wort, über alles, was nicht von uns ausgeht.
  •  

  • «Du bist ein Bruchstück Gottes. Du hast einen Teil Gottes in dir […].
    Du trägst Gott überall mit dir, Unseliger, und weißt es nicht.
    Du glaubst, ich spreche von einem äußerlichen Gott aus Silber und Gold?
    Du trägst ihn in dir und bemerkst es nicht, dass du ihn durch deine unreinen Gedanken und schmutzigen Taten besudelst.
    Vor einem Bilde Gottes würdest du nicht wagen, etwas von dem zu tun, was du nun tust. Vor Gott selbser aber, der in dir gegenwärtig ist und alles sieht und hört, schämst du dich nicht, solche Dinge zu denken und zu tun, o Mensch, der du deiner eigenen Natur nicht bewusst bist, du Gegenstand des göttlichen Zorns» (Dissertationes 2,8,11-14). [1]Die Nähe zum Neuen Testament ist spürbar: «Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst.» (1.Korinther 6:19).

Fußnoten   [ + ]

 
 
24 
 März 
 
2018

abgelegt in
Gibran, Khalil

 

DICHTUNG Khalil Gibran
LESUNG Troubadonna



Weisheit von Khalil Gibran aus: „Der Prophet“

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Es sind Söhne und Töchter von des Lebens Verlangen nach sich selber.
Sie kommen durch euch, doch nicht von euch;
Und sind sie auch bei euch, so gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, doch nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Leib behausen, doch nicht ihre Seelen.
Denn ihre Seelen wohnen im Hause von morgen, das ihr nicht zu betreten vermögt,
selbst nicht in euren Träumen.
Ihr dürft euch bestreben, ihnen gleich zu werden, doch suchet nicht,
sie euch gleich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilet es beim Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile entsandt werden.
Der Schütze sieht das Zeichen auf dem Pfade der Unendlichkeit, und Er biegt euch mit
Seiner Macht, auf dass Seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Möge das Biegen in des Schützen Hand euch zur Freude gereichen;
Denn gleich wie Er den fliegenden Pfeil liebt, so liebt Er auch den Bogen, der standhaft bleibt.