Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

5 
 September 
 
2011

abgelegt in
Gedankenschau

 

Heute auf dem Postamt.
Keine tumultarische Warteschlange und nach unverzüglichem Aufruf der Postangestellten lege ich meinen zu versendenden Brief auf den Tresen und kommentiere diese Handlung salopp und wortknapp mit einem: “Einmal normal bitte!”.

Und während die Bedienung akkurat und pflichtbeflissen den Brief abwiegt, wäge auch ich meine Worte ab: “Aber was ist heute schon noch normal bei all den verrückten Dingen? (Lächelnd) Tja, was ist da noch normal? Vermutlich ist dieser Normal-Brief noch das einzig Normale überhaupt… (gespieltes Grübeln)“.

“Nun, auch beim Brief gibt es viele Varianten!”, erwiderte die fachkundige Postangestellte, während sie meinen schlicht normalen Brief mit einem noch schlicht normaleren selbstklebenden Briefmarkenetikett, farb- und motivlos, versieht.
“Gut, dann hätte ich doch gern eine Sondermarke!”, in der Hoffnung, dem normalen Brief doch noch Exklusivität zu verleihen…

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2 Kommentare zu “Normalität einmal anders”

  1. Maria Kempf sagt:

    um keine Antwort verlegen, die Dame. hat die Prinzipien des Seins voll und ganz auf ihre Arbeit angewandt.

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    1. Ralph sagt:

      Die Schule hat wieder begonnen und daher auch meine etwas verspätete Antwort, von vielerlei Aufgaben zurzeit erfüllt…

      Ja, oft offenbart sich das Große in den bescheidenen Dingen alltäglicher Verrichtung und es bedarf keiner philosphischer Abhandlungen 😉

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