| 17 Januar 2026 |
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#weimar #faustausstellung #wörterwerkstatt2025 #seelenschönheit
Wörter-Werkstatt 2025: Seelenschönheit
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Seelenschönheit
Allein
der Engel Mund sei Zauber
laut
Der
Erde Hammer
still
| 13 Januar 2026 |
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#Winterreise #Schubert #derLindenbaum #WilhelmMüller #Kunstlied #KlassischeMusik #Liedkunst #Lyrik #FranzSchubert #GedichtVertonung
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Der Lindenbaum
Am Brunnen vor dem Thore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt’ in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort.
Ich mußt’ auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab’ ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst Du Deine Ruh’!
Die kalten Winde bliesen
Mir grad’ in’s Angesicht;
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von jenem Ort,
Und immer hör’ ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort!
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Foto (Hintergrund): Park an der Ilm
Autor: Wilhelm Müller
Komponist: Franz Schubert (Winterreise, D. 911: No. 5)
Bariton: Wolfgang Holzmair
Klavier: Imogen Cooper
Download: https://archive.org/details/lindenb-holzmair
Aufnahme: Großer Saal im Mozarteum, Salzburg, November 1994
| 11 Januar 2026 |
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#Winterreise #Schubert #WilhelmMüller #Kunstlied #DieKrähe #KlassischeMusik #Liedkunst #Lyrik #FranzSchubert #GedichtVertonung
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Gute Nacht
1.
Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh’ ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh’ –
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.
2.
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit:
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such’ ich des Wildes Tritt.
3.
Was soll ich länger weilen,
Dass man mich trieb’ hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus!
Die Liebe liebt das Wandern,
Gott hat sie so gemacht –
Von einem zu dem andern –
Fein Liebchen, gute Nacht.
4.
Will dich im Traum nicht stören,
Wär’ schad’ um deine Ruh’,
Sollst meinen Tritt nicht hören –
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib’ im Vorübergehen
An’s Tor dir gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab’ ich gedacht.
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Download:
https://archive.org/details/gute-nacht-holzmair
Autor: Wilhelm Müller
Komponist: Franz Schubert
Bariton: Wolfgang Holzmair
Klavier: Imogen Cooper
Aufnahme: Großer Saal im Mozarteum, Salzburg, November 1994
| 9 Januar 2026 |
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#Winterreise #Schubert #WilhelmMüller #Kunstlied #DieKrähe #KlassischeMusik #Liedkunst #Lyrik #FranzSchubert #GedichtVertonung
Liedtext:
Eine Krähe war mit mir
Aus der Stadt gezogen
Ist bis heute für und für
Um mein Haupt geflogen
Krähe, wunderliches Tier
Willst mich nicht verlassen?
Meinst wohl, bald als Beute hier
Meinen Leib zu fassen?
Nun, es wird nicht weit mehr geh’n
An dem Wanderstabe
Krähe, laß mich endlich seh’n
Treue bis zum Grabe!
| 24 Dezember 2025 |
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#Gryphius #AnSichSelbst #Weimar #Parkhöhle #barock
Mir grauet vor mir selbst,
mir zittern alle Glieder,
wenn ich die Lipp und Nas
und beider Augen Kluft,
die blind vom Wachen sind,
des Atems schwere Luft
betracht und die nun schon erstorbnen Augenlider.
Die Zunge,
schwarz vom Brand,
fällt mit den Worten nieder
und lallt, ich weiß nicht was,
die müde Seele ruft
dem großen Tröster zu,
das Fleisch ruft
nach der Gruft.
Die Ärzte lassen mich,
die Schmerzen
kommen wieder.
Mein Körper ist nicht mehr
als Adern, Fell und Bein.
Das Sitzen ist mein Tod,
das Liegen meine Pein.
Die Schenkel haben selbst
nun Träger wohl vonnöten.
Was ist der hohe Ruhm
und Jugend, Ehr und Kunst?
Wenn diese Stunde kommt, wird alles Rauch und Dunst,
und diese Not wird mich
mit allem Vorsatz töten.












