Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

9 
 Februar 
 
2026

abgelegt in
Tage in Weimar

 

Selig, welchen die Götter, die gnädigen, vor der Geburt schon
Liebten, welchen als Kind Venus im Arme gewiegt,
Welchem Phöbus die Augen, die Lippen Hermes gelöset,
Und das Siegel der Macht Zeus auf die Stirne gedrückt.

aus: „Das Glück“ von Friedrich Schiller

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Foto:
Gipsbüste von Johann Wolfgang von Goethe

Ort:
Herzogin Anna Amalia Bibliothek

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7 
 Februar 
 
2026

abgelegt in
Tage in Weimar

 

Denn er war unser! Mag das stolze Wort
Den lauten Schmerz gewaltig übertönen!
Er mochte sich bei uns, im sichern Port,
Nach wildem Sturm zum Dauernden gewöhnen.
Indessen schritt sein Geist gewaltig fort
Ins Ewige des Wahren, Guten, Schönen,
Und hinter ihm, in wesenlosem Scheine,
Lag, was uns alle bändigt, das Gemeine.

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30 
 Januar 
 
2026


 

Winterreise
– Einsamkeit –

Wie eine trübe Wolke durch heitre Lüfte geht,
wann in der Tanne Wipfel ein mattes Lüftchen weht:
So zieh‘ ich meine Straße dahin mit trägem Fuß
durch helles, frohes Leben einsam und ohne Gruß.
Ach, daß die Luft so ruhig! Ach, daß die Welt so licht!
Als noch die Stürme tobten, war ich so elend nicht.

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Autor: Wilhelm Müller
Komponist: Franz Schubert
Tenor: Peter Anders
Klavier: Michael Raucheisen
historische Aufnahme von 1945

Download:
https://archive.org/details/PeterAndersWinterreiseD911Schubert1945_201802

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27 
 Januar 
 
2026


 

Winterreise
– Der Wegweiser –

Was vermeid‘ ich denn die Wege,
Wo die ander’n Wand’rer geh’n,
Suche mir versteckte Stege,
Durch verschneite Felsenhöh’n ?

Habe ja doch nichts begangen,
Daß ich Menschen sollte scheu’n, –
Welch ein törichtes Verlangen
Treibt mich in die Wüstenei’n ?

Weiser stehen auf den Straßen,
Weisen auf die Städte zu.
Und ich wandre sonder Maßen
Ohne Ruh‘ und suche Ruh‘.

Einen Weiser seh‘ ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick;
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch keiner ging zurück.

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Autor: Wilhelm Müller
Komponist: Franz Schubert
Tenor: Peter Anders
Klavier: Michael Raucheisen
Aufnahme von 1945

Download:
https://archive.org/details/PeterAndersWinterreiseD911Schubert1945_201802

 
 
23 
 Januar 
 
2026


 

Der Leiermann (Winterreise) | Schubert-Vertonung | Tenor: Peter Anders

Drüben hinterm Dorfe
Steht ein Leiermann,
Und mit starren Fingern
Dreht er was er kann.

Barfuß auf dem Eise
Schwankt er hin und her
Und sein kleiner Teller
Bleibt ihm immer leer.
Keiner mag ihn hören,
Keiner sieht ihn an;
Und die Hunde brummen
Um den alten Mann.

Und er läßt es gehen
Alles, wie es will,
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.

Wunderlicher Alter,
Soll ich mit dir gehn?
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier drehn?

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Autor: Wilhelm Müller
Komponist: Franz Schubert
Tenor: Peter Anders
Klavier: Michael Raucheisen
Aufnahme von 1945

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21 
 Januar 
 
2026

abgelegt in
Tage in Weimar
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Kein nächtlich‘ Schwärmen,
kein tosend Lärmen…
Das stimmt mich äußerst Frohgemut
wenn nächtens in den Herzen Frieden ruht!