Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

17 
 März 
 
2019

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Gedankenschau

 


Bildquelle [1]Von Developpement_durable.svg: Johann Dréoderivative work: Sebastian Wallroth (talk) – Developpement_durable.svg, CC BY-SA 3.0, Link

Fußnoten   [ + ]

 
 
28 
 Februar 
 
2019

abgelegt in
Gedankenschau

 

Trotzdem sollte man bei all seinen Aussagen auch adressatenorientiert jene Wörter wählen, die im Wissens- und Verstehenskontext seines sprachlichen Gegenübers liegen.

Zu einem Dichterkollegen würde ich den schiller’schen oder hesse’schen Ausdruck „Weib“ wählen, was keine Beleidigung ist und durchaus sinnliche Aspekte zum Ausdruck bringen kann. Bei einem literarisch weniger Interessierten würde ich den Ausdruck „Frau“ wählen, politisch korrekt(er).

Bei Kindern wählt man ja auch eine andere Sprache und passt diese der Verstehensleistung der Kinder an.
Missverständnisse liegen also auch in der (Eigen-)Verantwortung des Redners.

 
 
26 
 Februar 
 
2019

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Kurz, Isolde
Schlagwörter

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DICHTUNG Isolde Kurz
LESUNG Doris Wolters
BEREITSTELLUNG wortlover



Nein, nicht vor mir im Staube knien!
Nicht mir im Arm wie Rohr zerbrechen!
Ist erst der Stunde Rausch dahin,
Ich weiß, du wirst es an mir rächen.

Jetzt ist dein Aug‘ von Tränen naß,
Doch manchmal blinkt’s wie Mördereisen.
In deiner Liebe grollt der Haß
Und droht mich künftig zu zerreißen.

Wo ist der Held, der frei vereint
Mit mir auf Lebenshöhen stiege?
Der tröstet, wenn das Herz mir weint,
Und mit mir lächelt, wenn ich siege?

Der nicht Gebieter ist noch Knecht,
Der fühlt wie stille Wunden brennen,
Der schonend auch dem zärtern Recht
Sich neigt in willigem Erkennen?

Wo ist der Held? Es tönt von fern
Wie Gruß von ihm an meine Ohren.
Der Held, der meines Lebens Stern,
Wird erst nach meinem Tod geboren.