Träume

DICHTUNG Edgar Allan Poe
LESUNG Kai Wiesinger


 

Oh, wär mein junges Leben doch ein Traum. Und würd auch mein Geist nicht wach bis das der Strahl der Ewigkeit den Morgen brächte. Obwohl der Traum von schlimmen Kummer war, er war doch besser als die Wirklichkeit des wachen Lebens für den, dessen Herz gleich von Geburt an auf der Erde sein muss – Ein Chaos aus der tiefsten Leidenschaft.

Doch sollte es so sein, der Traum geht ewig; wie Träume in der Kindheit zu mir waren; sollte es so sein, es wäre Narrheit noch auf eine höhere Macht zu hoffen. Denn als die Sonne hell im Sommer schien, hab ich von Licht und Lieblichkeit geträumt. Doch hab ich mein Herz verloren in einem Land der Phantasie, getrennt von meinem Heim, und die Bewohner waren Geschöpfe meiner eigenen Gedanken.

Es war einmal – an diese wilde Stunde werde ich mich stets erinnern – eine Kraft. Ein Zauber hatte mich gebunden. Wind kam kalt des Nachts und ließ; sein eigenes Bild auf meinem Geist zurück. Der Mond hat kühl auf meinen Schlaf hinab geschienen, oder waren’s Sterne? Was auch immer, der Traum war wie der Nachtwind – lass ihn gehen.

Ich war einst glücklich, wenn auch nur im Traum, doch ich war glücklich. Und ich liebe Träume. Die lebensfüllende Lebendigkeit wie in dem nebligen Widerstreit von Wahn und Wachen, die dem Träumerauge unendlich schöne Dinge bringt, von Paradies und Liebe – alles gehört uns, weit mehr als Hoffnung je versprechen konnte.

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Werke in englischer Sprache verfassen

Die Gründe, auf einer Sprache zu schreiben, die nicht die eigene Muttersprache ist, können persönlicher, politischer oder künstlerischer Natur sein. Was diese Autoren auszeichnet, ist, dass ihr Blick von außen auf die Sprache sie künstlerisch tätig werden lässt. Gerade in Vergleichen mit der Muttersprache und in der erarbeiteten Vertrautheit liegt das Potenzial, mit einer fremden Sprache etwas Neues und Wertvolles zu schaffen. Die Frage, ob es besser oder schlechter sei, sich nicht in der Muttersprache auszudrücken, kommt dabei gar nicht auf. Fest steht: Es gibt nicht die eine richtige Art und Weise, eine Sprache zu sprechen – oder in ihr zu schreiben. Wenn du dir aus ganz eigenen Gründen eine fremde Sprache zu eigen machst, dann hast du jedes Recht, dich in dieser Sprache auszudrücken, wie es dir gefällt.

Quelle: Babbel-Magazin

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Hirschhausen zu Haus

Das mit der Brieffreundschaft zu der Nachbarschaft und dem Wieder-Aufleben-Lassen dieser alten Tradition, finde ich gut.
Goethe und Schiller, beide in Weimar wohnend und in unmittelbarer Nachbarschaft, schrieben sich im 18. Jahrhundert auch oft Briefe, obwohl fußläufig eine Kommunikation möglich gewesen wäre 😉
Ich glaube auch nicht, dass die Tuberkulose von Schiller ausschlaggebend für jene “distanzierte Kommunikation” war, sondern eher an der damaligen kultivierten Tradition des Gedankenaustausches lag.

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