Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

25 
 August 
 
2019


 

Szenische Aufführung des Lyric Opera Studios Weimar

22., 23. und 28. August 2019 | jeweils 19 Uhr
25. August 2019 | 17 Uhr
Jugend- und Kulturzentrum mon ami
Tickets: Tourist Information Weimar 03643 745 745

Junge Opernsänger aus den USA, Kanada, Südamerika, Afrika, Europa und Asien stellen sich vor in einer szenischen Aufführung von Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“, inszeniert vom Künstlerischen Direktor und internationalen Bassbariton Damon Nestor Ploumis.

Internationale Gesangsstudenten nehmen in diesem Jahr am Sommerkurs des Lyric Opera Studios Weimar teil. Teilnehmer der vorigen Jahre fanden von hier den Weg an das Deutsche Nationaltheater Weimar, die Deutsche Oper Berlin, die Semperoper Dresden sowie weitere Theater weltweit.

Bild- und Textquelle: Weimarer Sommer

 
 
24 
 August 
 
2019


 

Heute von der Performance-Gruppe Gintersdorfer / Klaßen im Rahmen des Kunstfestes Weimar 2019 mit Gesten und Publikumsbeteiligung vorgetragen. Mit dabei mein absoluter Liebling Hauke Neumann.

DICHTUNG Bertold Brecht
MUSIK Hanns Eisler
MUSIK Ernst Busch
BEREITSTELLUNG Palm Cooper



Vorwärts, und nie vergessen,
worin unsre Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen,
vorwärts, nicht vergessen
die Solidarität!

Auf, ihr Völker dieser Erde!
Einigt euch in diesem Sinn:
Daß sie jetzt die eure werde
und die große Nährerin.

Vorwärts, und nie vergessen,
worin unsre Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen,
vorwärts, nicht vergessen
die Solidarität!

Schwarzer, Weißer, Brauner, Gelber!
Endet ihre Schlächterein!
Reden erst die Völker selber,
werden sie schnell einig sein.

Vorwärts, und nie vergessen,
worin unsre Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen,
vorwärts, nicht vergessen
die Solidarität!

Wollen wir es schnell erreichen,
brauchen wir noch dich und dich.
Wer im Stich läßt seinesgleichen,
läßt ja nur sich selbst im Stich.

Vorwärts, und nie vergessen,
worin unsre Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen,
vorwärts, nicht vergessen
die Solidarität!

Unsre Herrn, wer sie auch seien,
sehen unsre Zwietracht gern,
denn solang sie uns entzweien,
bleiben sie doch unsre Herrn.

Vorwärts, und nie vergessen,
worin unsre Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen,
vorwärts, nicht vergessen
die Solidarität!

Proletarier aller Länder,
einigt euch, und ihr seid frei!
Eure großen Regimenter
brechen jede Tyrannei.

Vorwärts, und nie vergessen,
die Frage an jeden gestellt:
Willst du hungern oder essen?
Wessen Morgen ist der Morgen?
Wessen Welt ist die Welt?

 
 
24 
 August 
 


 

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Goethe-Gedicht „Heidenröslein“.
Die Vertonung des Liedes finde ich auf jeden Fall klasse. Ich kannte nur die von Franz Schubert, nicht aber die Vertonung von Heinrich Werner:


Geistlos, ahnungslos

Haben wir geahnt, was dieser Goethe für ein Sittenstrolch war? Sein Gedicht „Das Heidenröslein“ endet so: „Und der wilde Knabe brach / ’s Röslein auf der Heiden. / Röslein wehrte sich und stach, / Half ihm doch kein Weh und Ach, / Mußt’ es eben leiden. / Röslein, Röslein, Röslein rot, / Röslein auf der Heiden.“
Als hätten das nicht schon Generationen von Interpreten als Allegorie auf eine Entjungferung gedeutet, posaunt ein selbsternanntes Künstlerkollektiv namens „Frankfurter Hauptschule“ nun heraus: „In seinem Gedicht ,Heindenröslein‘ (sic!) verharmlost Goethe gar eine brutale Vergewaltigung in lieblichem Trällerton . . . Kinder müssen das auswendig lernen.“

Quelle: FAZ | Andreas Platthaus