Dem dunkeln Schoss der heiligen Erde



 

Dem dunkeln Schoss der heiligen Erde
vertraut der Sämann seine Saat und hofft,
dass sie entkeimen werde zum Segen
nach des Himmels Rat.
Noch köstlicheren Samen bergen wir trauernd
in der Erde Schoss und hoffen,
dass er aus den Särgen erblühen soll
zu schönerm Los.

 

Wunderbar, zur Anbetung ladend…

TextdichterFriedrich Schiller
KomponistJohannes Brahms
VertonungChor: Studio Vocale Karlsruhe, Werner Pfaff
BereitstellungSkuelander

Schließe mir die Augen beide



 

Schließe mir die Augen beide
mit den lieben Händen zu!
Geht doch alles, was ich leide,
unter deiner Hand zur Ruh.

Und wie leise sich der Schmerz
Well’ um Welle schlafen leget,
wie der letzte Schlag sich reget,
füllest du mein ganzes Herz.

 

DichterTheodor Storm
RezitationFritz Stavenhagen
Bereitstellungwortlover

Weihnachtslied



 

Von Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
Anbetend, staunend muß ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl’s ein Wunder ist geschehn.

 

DichterTheodor Storm
RezitationCorinna Kirchhoff
Bereitstellungwortlover