Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

29 
 September 
 
2017


 

DICHTER Eduard Mörike
REZITATION Otto Mellies
MUSIK Richard Strauss


 

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Und morgen wird die Sonne wieder scheinen,
und auf dem Wege, den ich gehen werde,
wird uns, die Glücklichen,
sie wieder einen inmitten dieser sonnenatmenden Erde.

Und zu dem Strand, dem weiten, wogenblauen,
werden wir still und langsam niedersteigen,
stumm werden wir uns in die Augen schauen,
und auf uns sinkt des Glückes stummes Schweigen.

 
 
11 
 September 
 
2017

abgelegt in
Gedankenschau

 

„Alles wandelt sich, nichts geht verloren“

Land-Art, Steinkreis-Mandala von Katie Griesar [1]„Everything changes, nothing is lost“ (2014) by land artist Katie Griesar

Fußnoten   [ + ]

 
 
21 
 August 
 
2017

Schlagwörter

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Achill

Musik
Two Steps From Hell – Fire Nation

Achills Überfahrt

Das Schiff

Stolze Tochter des Libanon:
Ranken Mastes Segelwerk, der flauten Brise Gespielin,
schlanken Kieles Zedernholz, der klaffen Wogen Bezwinger,
glänzender Planken Sonnendeck, der heiteren Blicke Wandellust,
und bronzern im Mattgold der Frühe schimmern die Schilde!

Der Lenker

Du, indes, Stolz des Peleus,
folg‘ dem Geheiß des himmlischen Rats:
Günstiger Winde, dir Äol gleichfalls gewogen,
gürt‘ mit unsterblicher Macht deine Lenden
und tauche des Ruders geschmeidiges Blatt
in die Flut gleiser Welle,
fernhin zu Trojas Gestade.

→ zu Mnemosynes Geleit
Pygmalions Werkstatt