Letzte Wache

https://www.youtube.com/watch?v=tDOcBWBspP8

Wie dunkel sind Deine Schläfen.
Und Deine Hände so schwer.
Bist Du schon weit von dannen,
Und hörst mich nicht mehr.

Unter dem flackenden Lichte
Bist Du so traurig und alt,
Und Deine Lippen sind grausam
In ewiger Starre gekrallt.

Morgen schon ist hier das Schweigen
Und vielleicht in der Luft
Noch das Rascheln der Kränzen
Und ein verwesender Duft.

Aber die Nächte werden
Leerer nun, Jahr um Jahr.
Hier wo Dein Haupt lag, und leise
Immer Dein Atem war.

 

Textdichter Georg Heym
Lesung Katharina Thalbach
Bereitstellung wortlover

Über Silentius

Ralphonsius Silentius, der Stille im Erdenthal Anno domini CMMLXXIVgreg. in den Iden des März Artemis’ sühnender Pfeil im teutoburger Haine Zartspross Pygmalions Scholar Apollons
Dieser Beitrag wurde unter 15 → Expressionismus, Heym, Georg abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.