Lyrik ~ Klinge
    Versuch einer Dichtung            

29 
 Dezember 
 
2011

abgelegt in
Gedankenschau

 

Einst stieß ich auf eine Internet-Seite mit rechtsextremistischen Verlautungen.
Den Begriff „Sprache“ als ein durch die Kunst geläutertes Produkt möchte ich in diesem Zusammenhang vermeiden.
Was ich dort vermisste, waren echte deutsche Tugenden:
 

  • Den allversöhnlichen Idealismus von Friedrich Schiller („Großes wirket ihr Streit, Größeres wirket ihr Bund!“)
     
  • Die deutsche Sprachreinheit im Sinne von Friedrich Hölderlin, der die Sprache nicht auf dem Altar des Nationalitätenwahns dahin schlachtete, sondern sie für erhabenere Zwecke heiligte.
     
  • Wahres germanisches Gedankengut hinsichtlich vegetarischer, ethisch korrekter Ernährungsweise (die Germanen waren Vegetarier) und eben nicht die kitschige Nachahmung eines Arier-Kultes.
     

Welches Deutschtum auf jener Seite auch propagiert wurde, weiß ich nicht.
Mir scheint eher, dass es unter Aufgabe wahrer deutscher Sittsamkeit für niedere Beweggründe instrumentalisiert wurde.

Insofern bin ich froh, Deutscher zu sein, dessen Wesen vor-nationalsozialistisch und vor-großpreußisch in Schiller, Hölderlin und Beethoven unverfälscht Beheimatung findet:

Sieg und Heil euch Göttern des Olymps,
Ihr nähret an Eurer Brust uns gesünder!

 
 

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